Strategy Inc. bleibt seiner aggressiven Linie treu. Das Unternehmen nutzte die jüngste Marktphase für den mittlerweile 100. Bitcoin-Kauf und erhöhte gleichzeitig die Dividende für seine Vorzugsaktien. Während US-Präsident Trump politische Schützenhilfe signalisiert, stellt sich für Anleger die Frage: Kann das Modell der dauerhaften Kapitalerhöhung langfristig tragen?
Der 100. Kauf und die Dividenden-Strategie
Zwischen Ende Februar und Anfang März erwarb das Unternehmen weitere 3.015 Bitcoin für rund 204 Millionen Dollar. Damit hat Strategy Inc. einen symbolischen Meilenstein erreicht: Es war die 100. Akquisition seit Beginn der Krypto-Strategie im Jahr 2020. Der Konzern hält nun über 3,4 Prozent aller jemals verfügbaren Bitcoin, was seine Position als größter börsennotierter Unternehmensinhaber des Assets zementiert.
Finanziert wird dieser Expansionskurs weiterhin durch den Verkauf neuer Anteilsscheine. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den sogenannten „Preferred Shares“ (STRC). Um diese Papiere für Einkommensinvestoren attraktiv zu halten, hat das Board die jährliche Dividendenrate nun zum siebten Mal in Folge angehoben – auf aktuell 11,5 Prozent. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass trotz der Volatilität frisches Kapital in die Kassen fließt.
Politische Rückendeckung und Marktdynamik
Zusätzlichen Auftrieb erhalten die Titel durch Signale aus Washington. Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der Banken dazu aufrief, ihre Haltung gegenüber der Krypto-Industrie zu lockern („Genius Act“), sorgten für Optimismus. Marktbeobachter sehen darin die Chance, dass traditionelle Banken künftig als Verwahrstellen agieren könnten, was institutionellen Investoren den Einstieg erleichtern würde.
Diese Entwicklung setzt auch die Leerverkäufer unter Druck. Rund 14 Prozent der frei handelbaren Aktien von Strategy Inc. sind leerverkauft („Short Interest“). Steigende Kurse zwingen diese Marktteilnehmer oft dazu, Aktien zurückzukaufen, um Verluste zu begrenzen, was die Aufwärtsbewegungen zusätzlich verstärken kann.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Strategy?
Operatives Geschäft und Kursentwicklung
Hinter der massiven Bitcoin-Bilanz zeigte sich das operative Software-Geschäft stabil. Der Umsatz im vierten Quartal übertraf mit knapp 123 Millionen Dollar leicht die Erwartungen. Zudem präsentierte das Unternehmen auf der „Strategy World 2026“ neue KI-gestützte Analysetools, um die Wettbewerbsfähigkeit im Kerngeschäft zu sichern. Dennoch verzeichnete der Konzern auf Jahressicht einen ausgeweiteten Verlust, der primär auf buchhalterische Effekte der Bitcoin-Bestände zurückzuführen ist.
An der Börse spiegelt sich die hohe Abhängigkeit vom Krypto-Markt wider. Die Aktie notiert aktuell bei 118,60 Euro und liegt damit rund 70 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Die weitere Entwicklung von Strategy Inc. wird maßgeblich von drei Faktoren bestimmt: Dem Bitcoin-Kurs, der Regulierungslandschaft in den USA und der Fähigkeit des Unternehmens, über Vorzugsaktien weiterhin günstiges Kapital aufzunehmen. Solange der Markt die neuen Aktien und Dividendenpapiere absorbiert, dürfte die Akkumulation von Bitcoin unvermindert weitergehen.
Strategy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Strategy-Analyse vom 6. März liefert die Antwort:
Die neusten Strategy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Strategy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Strategy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
