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Symbolbild, KI-generiert

Strategy Aktie: Teurer Hunger auf Bitcoin

Strategy finanziert seine aggressive Bitcoin-Strategie mit einem neuen Milliardenprogramm, das zu Verwässerung und hohen Zinslasten führt. Der Kryptobestand wächst weiter.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neues 42-Milliarden-Dollar-Finanzierungsprogramm aufgelegt
  • Vorzugsaktien als primäres Mittelbeschaffungsvehikel
  • Jährliche Zinslast von über einer Milliarde Dollar
  • Bitcoin-Bestand wächst auf über 762.000 Coins

Um den rasanten Aufbau der eigenen Bitcoin-Bestände weiter zu finanzieren, greift Strategy tief in die Trickkiste der Kapitalmärkte. Das Unternehmen hat am Montag ein neues Finanzierungsprogramm über 42 Milliarden US-Dollar aufgelegt und strukturiert gleichzeitig seine Vorzugsaktien um. Für Anleger bedeutet dieser Schritt eine schwierige Abwägung zwischen der Verwässerung ihrer Anteile und einer wachsenden Zinslast.

Milliarden-Paket mit neuem Fokus

Die neuen Pläne, die der Konzern zu Beginn der Woche bei der US-Börsenaufsicht einreichte, spiegeln die aggressive Einkaufsstrategie wider. Das sogenannte At-the-Market-Programm (ATM) teilt sich hälftig auf: 21 Milliarden Dollar sollen über reguläre Stammaktien erlöst werden, weitere 21 Milliarden über Vorzugsaktien der Serie STRC.

Bemerkenswert ist dabei die interne Gewichtsverlagerung. Das Management kappte die Genehmigung für die bisherige STRK-Serie drastisch und vervierfachte stattdessen den Spielraum für die variabel verzinsten STRC-Papiere. Damit positioniert das Unternehmen diese Serie klar als primäres Vehikel für die zukünftige Mittelbeschaffung.

Die Rechnung für die Aktionäre

Diese Finanzierungsstruktur hat direkte Auswirkungen auf die Anteilseigner. Die Ausgabe neuer Stammaktien verwässert unweigerlich die bestehenden Besitzverhältnisse. Der Ausweg über Vorzugsaktien verhindert zwar diesen Effekt, bürdet dem Unternehmen jedoch enorme Fixkosten auf. Bei einer Verzinsung von rund 11,5 Prozent summieren sich die jährlichen Dividendenverpflichtungen mittlerweile auf über eine Milliarde Dollar. Ein Liquiditätspolster von 2,25 Milliarden Dollar deckt diese Zahlungen aktuell für knapp zwei Jahre ab.

Wie konsequent Strategy das frische Kapital in Kryptowährungen umwandelt, zeigte sich bereits in der vergangenen Woche. Aus dem Verkauf von gut einer halben Million Stammaktien flossen 76,5 Millionen Dollar in die Kassen, die umgehend in 1.031 weitere Bitcoin investiert wurden. Damit wächst der Gesamtbestand auf über 762.000 Coins.

An der Börse reagieren Investoren auf die anhaltende Expansion derzeit verhalten. Nach einem massiven Wertverlust auf Jahressicht notiert der Titel aktuell bei 120,85 Euro und pendelt sich damit eng an der 50-Tage-Linie ein.

Das neue 42-Milliarden-Dollar-Paket ersetzt dabei nicht die bisherigen Programme, sondern stockt die noch vorhandenen Kapazitäten auf. Mit einem erweiterten Konsortium von nun 19 Banken hat Strategy die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen, um das Krypto-Kaufprogramm bis weit in das restliche Jahr 2026 ungebremst fortzusetzen.

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