Strategy Inc. sitzt auf einem gewaltigen Papierverlust aus seinen bisherigen Krypto-Investments. Anstatt jedoch eine Pause einzulegen, nutzt das Unternehmen frisches Kapital aus Aktienverkäufen, um seine Bestände weiter aufzustocken. Die Börse honoriert diese unbeirrbare Strategie überraschenderweise mit Kursgewinnen.
Rote Zahlen und neue Coins
Ein Blick auf die Bilanz des ersten Quartals offenbart die Schattenseiten der aggressiven Krypto-Strategie. Das Unternehmen verzeichnete per Ende März einen nicht realisierten Verlust von 14,46 Milliarden US-Dollar auf seine digitalen Vermögenswerte. Der Grund dafür liegt in der deutlichen Diskrepanz zwischen dem aktuellen Marktwert und den durchschnittlichen Anschaffungskosten. Für den Gesamtbestand von nun 766.970 Bitcoin zahlte Strategy im Schnitt 75.644 US-Dollar pro Coin.
Ungeachtet dieser tiefroten Zahlen in den Büchern griff das Management Anfang April erneut zu. Zwischen dem 1. und 5. April wanderten weitere 4.871 Bitcoin in die Firmenkasse. Diese Tranche kostete das Unternehmen knapp 330 Millionen US-Dollar, was einem vergleichsweise günstigen Durchschnittspreis von 67.718 US-Dollar je Coin entspricht. Abgefedert wurde der Quartalsverlust lediglich durch einen latenten Steuervorteil in Höhe von 2,42 Milliarden US-Dollar.
Kapitalbeschaffung auf Hochtouren
Finanziert wird dieser fortgesetzte Expansionskurs durch die massive Ausgabe neuer Papiere. Allein in den ersten Apriltagen sammelte Strategy rund 102,6 Millionen US-Dollar durch den Verkauf von Vorzugsaktien der Serie A (STRC) ein. Parallel dazu flossen 72 Millionen US-Dollar über das reguläre Aktienprogramm in die Kassen.
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Bereits Ende März hatte das Unternehmen durch ähnliche Platzierungen über 227 Millionen US-Dollar generiert. Der Spielraum für künftige Zukäufe bleibt enorm. Die bestehenden Kapitalprogramme lassen noch die Ausgabe von STRC-Papieren im Wert von 22,65 Milliarden US-Dollar sowie regulären Stammaktien für gut 27 Milliarden US-Dollar zu.
Analysten sehen Stärke
Anleger reagierten am Montag positiv auf die fortgesetzte Akkumulation. Im vorbörslichen Handel legte der Kurs um knapp vier Prozent zu. Analysten von Bernstein werten das konsequente Festhalten an der Kaufstrategie als Zeichen hoher institutioneller Überzeugung, zumal sich der Bitcoin-Preis trotz breiterer Marktschwankungen zuletzt widerstandsfähig zeigte.
Für Inhaber der STRC-Vorzugsaktien bringt der laufende Monat zudem konkrete Rückflüsse. Das Unternehmen bestätigte die Beibehaltung der regulären Dividendenrate von 11,50 Prozent pro Jahr. Die nächste monatliche Barausschüttung in Höhe von rund 0,96 US-Dollar je Aktie wird am 30. April 2026 fällig und voraussichtlich als steuerfreier Kapitalertrag behandelt.
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