Was passiert, wenn ein etabliertes Softwareunternehmen zur größten Bitcoin-Holding der Welt mutiert? Die jüngsten Quartalszahlen von Strategy Inc liefern die spektakuläre Antwort: Ein Milliardenregen aus unrealisierten Bitcoin-Gewinnen katapultiert den Profit in schwindelerregende Höhen – doch das Kerngeschäft schwächelt bedenklich.
Die am 31. Juli vorgelegten Zahlen lesen sich wie aus einer Parallelwelt: Ein Nettoeinkommen von 10,0 Milliarden Dollar und ein Gewinn je Aktie von 32,60 Dollar übertreffen alles, was traditionelle Unternehmen gewohnt sind. Verantwortlich dafür ist ausschließlich die massive Bitcoin-Position des Unternehmens, die mittlerweile 628.791 Bitcoins umfasst – etwa 3% aller jemals existierenden Einheiten.
Kapitalbeschaffung als Kunstform
Während das Softwaregeschäft nur marginal um 2,7% wuchs, demonstrierte Strategy Inc meisterhafte Fähigkeiten bei der Kapitalbeschaffung. Allein im zweiten Quartal pumpte das Unternehmen 6,8 Milliarden Dollar durch verschiedene ATM-Programme ein, gefolgt von weiteren 3,7 Milliarden bis Ende Juli. Diese Finanzkraft ermöglichte den stetigen Ausbau der Bitcoin-Reserven, die bisher bereits 13,2 Milliarden Dollar an unrealisierten Gewinnen generierten.
Die jüngste Namensänderung von MicroStrategy zu Strategy Inc unterstreicht diesen radikalen Wandel: Vom Softwareanbieter zum reinen Bitcoin-Treasury-Unternehmen.
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Ambitionierte Ziele trotz Volatilität
Das Management zeigt sich unbeirrt optimistisch und prophezeit für das Gesamtjahr 2025 einen operativen Gewinn von 34 Milliarden Dollar bei einem Nettoeinkommen von 24 Milliarden. Diese Prognose basiert auf der gewagten Annahme eines Bitcoin-Preises von 150.000 Dollar bis Jahresende.
Doch die Kehrseite des Spekulationsgeschäfts zeigt sich in der extremen Volatilität: Die Aktie verlor allein in den letzten 30 Tagen über 17% und liegt damit deutlich unter ihren Höchstständen. Mit einem Beta von 3,76 bewegt sich der Titel fast viermal so stark wie der Gesamtmarkt – getrieben von den Launen des Kryptomarkts.
Kann Strategy Inc seinen einzigartigen Spagat zwischen traditionellem Softwaregeschäft und hochspekulativer Bitcoin-Strategie langfristig durchhalten? Die Antwort liegt wohl weniger in den Unternehmenszahlen als im Preisverhalten der bekanntlich volatilen Kryptowährung.
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