13.927 Bitcoin für exakt eine Milliarde US-Dollar – Strategy setzt seine aggressive Akkumulation unvermindert fort. Im Hintergrund rückt dabei eine neu veröffentlichte Kennzahl in den Fokus. Die sogenannte Breakeven-Rate von 2,05 Prozent soll beweisen, dass das gigantische Kaufprogramm auf einem soliden Fundament ruht.
Frisches Kapital für neue Coins
Das Unternehmen stockte seine Bestände in der vergangenen Woche auf 780.897 Bitcoin auf. Der durchschnittliche Kaufpreis der neuen Tranche lag bei rund 71.902 US-Dollar. Damit nutzte Strategy einen Preisrückgang im Vergleich zum historischen Durchschnittskostensatz des Unternehmens, der aktuell bei 75.577 US-Dollar liegt.
Finanziert wurde der jüngste Zukauf vollständig über den Verkauf von Vorzugsaktien. Zwischen dem 6. und 12. April platzierte das Management über 10 Millionen dieser Papiere am Markt. Die Vorzugsaktien werfen aktuell eine jährliche Rendite von 11,5 Prozent ab und zahlen monatliche Bardividenden.
Die 2,05-Prozent-Schwelle
Um Bedenken hinsichtlich der langfristigen Tragfähigkeit zu zerstreuen, veröffentlichte das Management eine neue Metrik. Die jährliche Breakeven-Rendite für Bitcoin liegt für Strategy bei 2,05 Prozent. Wächst der Bitcoin-Kurs schneller als dieser Wert, kann das Unternehmen die Dividenden für die Vorzugsaktien theoretisch unbegrenzt bedienen, ohne neue Stammaktien auszugeben. Aktuell reichen die Reserven laut Unternehmensangaben für knapp 49 Jahre.
Dieser langfristige Ansatz trifft auf eine harte kurzfristige Realität. Im ersten Quartal 2026 verbuchte Strategy einen nicht realisierten Verlust von 14,46 Milliarden US-Dollar auf seine digitalen Vermögenswerte. Der beizulegende Zeitwert des Portfolios lag Ende März mit 51,65 Milliarden US-Dollar deutlich unter den Anschaffungskosten.
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Dominanz am Kryptomarkt
Trotz der Buchverluste dominiert Strategy die unternehmerische Bitcoin-Adoption. Im März saugte das Unternehmen mit 46.233 Coins fast dreimal so viel Bitcoin auf, wie das gesamte globale Mining-Netzwerk im selben Zeitraum produzierte. Die Miner generierten im abgelaufenen Monat lediglich rund 16.200 BTC.
Am Aktienmarkt honorierten Investoren den jüngsten Zukauf. Der Kurs kletterte am Dienstag um 6,46 Prozent auf 119,38 Euro. Die Investmentbank TD Cowen reagierte ebenfalls und hob das Kursziel von 350 auf 385 US-Dollar an, verbunden mit einer Kaufempfehlung. Langfristig bleibt das Bild allerdings getrübt. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Minus von über 56 Prozent und notiert weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 391,80 Euro.
Das Ende der Fahnenstange ist bei den Käufen noch nicht erreicht. Strategy verfügt über ungenutzte Kapazitäten von 21,6 Milliarden US-Dollar im Vorzugsaktien-Programm sowie weitere 27,1 Milliarden US-Dollar für reguläre Stammaktien. Halten die aktuellen Kaufraten an, rechnen Analysten damit, dass das Unternehmen im November 2026 die Marke von einer Million Bitcoin überschreitet.
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