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Strategy Aktie: Bevorzugtes Kapital dominiert

Strategy finanziert seinen größten Bitcoin-Kauf des Jahres primär durch bevorzugtes Kapital, um eine Verwässerung der Stammaktien zu vermeiden, was jedoch zu steigenden Dividendenverpflichtungen führt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekordkauf von 22.337 Bitcoin im März 2026
  • Finanzierung hauptsächlich durch STRC-Preferred-Serie
  • Jährliche Dividendenlast übersteigt Milliarden-Dollar-Marke
  • Langfristiges Ziel: Eine Million Bitcoin im Bestand

Erstmals in der Unternehmensgeschichte war bevorzugtes Kapital der primäre Treiber eines Bitcoin-Kaufs bei Strategy. Mit 1,18 Milliarden Dollar aus der STRC-Preferred-Serie — gegenüber nur 396 Millionen aus Stammaktienverkäufen — hat sich die Finanzierungsarchitektur des Unternehmens spürbar verschoben.

Rekordkauf mit neuer Finanzierungslogik

Zwischen dem 9. und 15. März 2026 erwarb Strategy 22.337 Bitcoin für rund 1,57 Milliarden Dollar, zu einem Durchschnittspreis von etwa 70.194 Dollar je Coin. Es war der zwölfte Wochenkauf in Folge in diesem Jahr und der fünftgrößte Einzelkauf der Unternehmensgeschichte. Die Gesamtbestände belaufen sich damit auf 761.068 BTC, die zu einem Durchschnittspreis von 75.696 Dollar erworben wurden.

Der Schwenk hin zu STRC hat eine klare Logik: Die Stammaktie notiert rund 70 Prozent unter ihrem Allzeithoch vom November 2024. Neue Stammaktien zu emittieren würde bestehende Aktionäre weiter verwässern. STRC hingegen vermeidet genau das — Strategy kann Bitcoin akkumulieren, ohne neue Stammaktien auszugeben.

Wachsende Dividendenlast als Kehrseite

Diese Strategie hat ihren Preis. Mit ausstehenden Preferred-Aktien im Wert von über 10 Milliarden Dollar übersteigen die jährlichen Dividendenverpflichtungen inzwischen die Milliarden-Dollar-Marke. Allein die jüngste STRC-Emission von 1,18 Milliarden Dollar impliziert bei einem Dividendensatz von 11,5 Prozent rund 135 Millionen Dollar an jährlichen Zahlungen.

Als Puffer hält Strategy rund 2,25 Milliarden Dollar in USD-Reserven vor — ausdrücklich zur Bedienung dieser Verpflichtungen.

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STRC unter Parikurs

Ausgerechnet das Instrument, das die Finanzierungsmaschinerie am Laufen hält, zeigt erste Risse. Am Ex-Dividendentag, dem 13. März, fiel STRC erstmals seit über zwei Wochen unter die kritische Marke von 100 Dollar und schloss bei 99,69 Dollar. Liegt der volumengewichtete Monatsdurchschnitt dauerhaft unter dem Nennwert, könnte Strategy den Dividendensatz um weitere 25 Basispunkte anheben, um den Kurs zu stützen.

Tatsächlich hat das Unternehmen seine Bitcoin-Käufe über STRC vorübergehend gestoppt, solange die Aktie unter Pari notiert — denn das At-the-Market-Emissionsmodell funktioniert nur effizient oberhalb von 100 Dollar.

Ziel: Eine Million Bitcoin

Trotz der kurzfristigen Unterbrechung bleibt das langfristige Ziel klar umrissen. Bei gleichbleibendem Kauftempo könnte Strategy bis Ende 2026 die Marke von einer Million Bitcoin erreichen — was knapp fünf Prozent des gesamten, auf 21 Millionen Coins begrenzten Bitcoin-Angebots entspräche. In den verbleibenden rund 42 Wochen des Jahres wären dafür durchschnittlich etwa 6.158 Bitcoin pro Woche nötig. Die bisherigen 2026-Käufe von knapp 65.000 BTC liegen über diesem Durchschnitt — sofern STRC wieder stabil über Pari handelt.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.