Der Software-Konzern Strategy treibt seine aggressive Bitcoin-Strategie ungebremst voran. Obwohl das erste Quartal 2026 einen gewaltigen unrealisierten Verlust von über 14 Milliarden US-Dollar in die Bücher riss, kauft das Unternehmen weiter massiv Kryptowährungen zu. Um diese Zukäufe zu finanzieren, greift das Management nun zu einem beispiellosen Kapitalmaßnahmen-Paket.
Aggressive Zukäufe trotz Buchverlusten
Anfang April sicherte sich das Unternehmen weitere 4.871 Bitcoin für knapp 330 Millionen US-Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 67.718 US-Dollar pro Coin. Damit wächst der gesamte Bestand auf 766.970 Bitcoin an. Da der durchschnittliche Einstandspreis aller Bestände bei 75.644 US-Dollar liegt, nutzt Strategy das aktuell niedrigere Preisniveau gezielt zur Vergünstigung des Gesamteinstiegs.
Diese Strategie hinterlässt allerdings tiefe Spuren in der Bilanz. Da der Bitcoin-Preis unter den Buchwert gefallen ist, verzeichnete das Unternehmen im ersten Quartal einen unrealisierten Verlust von 14,46 Milliarden US-Dollar auf seine digitalen Vermögenswerte. Am Aktienmarkt spiegelt sich diese Belastung deutlich wider: Der Titel ging am Freitag bei 109,30 Euro aus dem Handel und verzeichnet damit auf 12-Monats-Sicht ein Minus von 55 Prozent. Mittlerweile wird die Aktie nahe ihrem Nettoinventarwert (NAV) gehandelt und hat ihren historischen Aufschlag fast vollständig eingebüßt.
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Finanzierung über Vorzugsaktien
Die Kapitalbeschaffung für dieses massive Krypto-Portfolio stützt sich primär auf das sogenannte „Stretch“-Programm (STRC). Diese im Juli 2025 eingeführten Vorzugsaktien locken Investoren mit einer jährlichen Dividende von 11,5 Prozent.
Um den Kapitalfluss aufrechtzuerhalten, startete Strategy am 6. April neue Aktienausgabeprogramme (ATM) mit einem gigantischen Volumen. Jeweils 21 Milliarden US-Dollar für STRC- und Stammaktien stehen dem Management nun als Rahmen zur Verfügung. Allein zwischen dem 30. März und dem 5. April sammelte das Unternehmen über diese Kanäle bereits rund 474 Millionen US-Dollar an frischem Kapital ein.
Konkrete Termine im April
Anleger richten ihren Fokus nun auf die operative Entwicklung des Unternehmens, das sich nach seiner Umbenennung zunehmend als Entwickler für das Bitcoin-Ökosystem positioniert. Am 17. April steht zunächst ein technisches Webinar zur Python-Automatisierung auf der Agenda. Die Präsentation der vollständigen Quartalszahlen wird basierend auf historischen Mustern für den 30. April erwartet, wo das Management die genauen Auswirkungen der jüngsten Kapitalerhöhungen auf die ausstehenden Aktienanteile darlegen muss.
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