Ein unrealisierter Verlust von über 14 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2026 zwingt die Wall Street zu einer Neubewertung. Während die Investmentbank TD Cowen ihr Kursziel für Strategy drastisch zusammenstreicht, sorgt ein plötzliches geopolitisches Aufatmen für neuen Rückenwind beim Bitcoin. Die Diskrepanz zwischen tiefroten Bilanzen und dem unerschütterlichen Optimismus der Analysten erreicht damit einen neuen Höhepunkt.
Bilanz unter Druck
Verantwortlich für die jüngste Zurückhaltung sind die enormen Schwankungen am Kryptomarkt. Die Analysten von TD Cowen reagierten diese Woche mit einer deutlichen Kurszielsenkung um 20 Prozent auf 350 US-Dollar. Als Hauptgrund nannten sie niedrigere Prognosen für den zukünftigen Bitcoin-Preis sowie geringere Bewertungsmultiplikatoren. Wie stark die Bilanz tatsächlich unter Druck steht, zeigt ein Blick auf das abgelaufene Quartal: Strategy verbuchte einen unrealisierten Verlust von 14,46 Milliarden US-Dollar auf seine digitalen Vermögenswerte. Das Unternehmen hält aktuell knapp 767.000 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.644 US-Dollar – ein Wert, der die aktuellen Marktpreise spürbar übersteigt.
Diese fundamentale Belastung spiegelt sich auch im längerfristigen Chartbild wider. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet der Titel einen drastischen Rückgang von über 55 Prozent und notiert aktuell bei 109,12 Euro. Allerdings profitiert das Papier kurzfristig von einer geopolitischen Entspannung. Nachdem US-Präsident Trump einen zweiwöchigen Waffenstillstand mit dem Iran ankündigte, kletterte der Bitcoin wieder über die Marke von 70.000 US-Dollar. Diese Erholung der Leitwährung liefert dem stark korrelierten Aktienkurs zumindest vorübergehend Unterstützung.
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Frisches Kapital und Insiderverkäufe
Ungeachtet der roten Zahlen treibt das Management seine aggressive Akkumulationsstrategie weiter voran. Allein in den ersten Apriltagen sammelte Strategy durch den Verkauf eigener Aktien frisches Kapital in Höhe von über 174 Millionen US-Dollar ein, um weitere Zukäufe zu finanzieren. Gleichzeitig sorgte ein Insiderverkauf für Aufsehen: Director Jarrod Patten trennte sich kürzlich von 1.400 Aktien im Wert von rund 184.000 US-Dollar. Solche Transaktionen auf Führungsebene werden von Marktbeobachtern in volatilen Phasen besonders genau registriert, auch wenn Patten weiterhin ein beträchtliches Aktienpaket hält.
Trotz der jüngsten Kurszielsenkung und der massiven Buchverluste hält die Wall Street an ihrer positiven Grundhaltung fest. Mit einem durchschnittlichen Kursziel von rund 374 US-Dollar und einer einhelligen Kaufempfehlung der Analysten bleibt das Vertrauen in das Geschäftsmodell bestehen. Die entscheidende Stütze für diese Strategie bilden die noch ungenutzten Kapitalmarktprogramme: Strategy verfügt über milliardenschwere Kapazitäten zur Ausgabe neuer Aktien, um seine Bitcoin-Reserven unabhängig von kurzfristigen Marktturbulenzen weiter auszubauen.
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