Strategy kauft massiv Bitcoin nach. Damit verdrängt das Unternehmen den Vermögensverwalter BlackRock vom Thron der größten institutionellen Halter. Der aggressive Ausbau der Krypto-Reserven hat allerdings einen hohen Preis.
Laut einer SEC-Mitteilung erwarb Strategy Mitte April weitere 34.164 Bitcoin. Dafür zahlte der Konzern rund 2,54 Milliarden US-Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei knapp 74.400 Dollar pro Coin.
Mit diesem Schritt hält Strategy nun mehr als 815.000 Bitcoin. Das entspricht etwa vier Prozent der gesamten Umlaufmenge. Damit übertrifft das Unternehmen den IBIT-Fonds von BlackRock deutlich. Das investierte Gesamtkapital beläuft sich mittlerweile auf über 61 Milliarden Dollar.
Teure Finanzierung birgt Risiken
Um diesen Zukauf zu stemmen, wählte das Management einen speziellen Weg. Strategy nahm 2,18 Milliarden Dollar über Vorzugsaktien auf. Weitere Millionen flossen über reguläre Aktienverkäufe in die Kasse. Die Vorzugsaktien locken Käufer mit einer hohen Dividende von 11,5 Prozent.
Genau hier sehen Analysten ein Problem. Die Barreserven für diese Ausschüttungen schmelzen. Aktuell reicht das Geld noch für etwa 18 Monate. Zuvor gingen Experten von zwei Jahren aus. Die Folge: Strategy muss bald frisches Kapital beschaffen, um zahlungsfähig zu bleiben.
Aktie im Aufwind vor Quartalszahlen
An der Börse honorieren Anleger den mutigen Kurs. Die Strategy-Aktie kletterte auf Wochensicht um gut 21 Prozent auf 143,26 Euro. Auf Jahressicht steht allerdings noch ein deutliches Minus auf der Anzeigetafel. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 47 derzeit eine neutrale Marktlage.
Am 5. Mai 2026 präsentiert das Unternehmen seine Ergebnisse für das erste Quartal. Nach einem deutlichen Verlust im Vorquartal erwarten Analysten nun neue Details zur Liquidität. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt aktuell bei rund 359 Dollar.
