STMicroelectronics schaltet im Rennen um die Vorherrschaft bei KI-Komponenten einen Gang höher. Der Halbleiterkonzern korrigiert seine Umsatzziele für das Rechenzentrum-Segment massiv nach oben. Die Aktie notiert aktuell bei 67,29 Euro.
Das Ziel für 2026 liegt nun bei rund einer Milliarde US-Dollar. Zuvor hatte das Management lediglich 500 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt. Bis 2027 könnte sich dieser Wert sogar auf zwei Milliarden US-Dollar verdoppeln. Das Management setzt dabei voll auf den anhaltenden Boom bei KI-Infrastrukturen.
Allianz mit Amazon
Treiber dieser Entwicklung ist der enorme Hunger nach Rechenkapazität. Das Unternehmen investiert massiv in neue Fertigungslinien, um die Anforderungen großer Cloud-Anbieter zu erfüllen.
Indes vertieft STMicroelectronics seine Partnerschaft mit Amazon Web Services (AWS). Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Entwicklung von Cloud-Infrastruktur. Ein neuer industrieller Sensor auf MEMS-Basis soll dabei helfen, Fabriken effizienter zu automatisieren. Die Technik ermöglicht vorausschauende Wartung direkt am Netzwerkrand.
Analysten ziehen nach
Die Investmentbank Goldman Sachs reagierte bereits auf die neuen Prognosen. Analyst Alexander Duval hob das Kursziel deutlich von 42 auf 58 Euro an. Er verweist auf die beschleunigte Nachfrage nach Halbleitern für KI-Anwendungen. Die Einstufung bleibt jedoch vorerst bei „Neutral“.
An der Börse spiegelt sich dieser Optimismus deutlich wider. Seit Jahresbeginn kletterte der Kurs um 187,56 Prozent. Damit notiert das Papier nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch von 69,99 Euro.
Der Fokus liegt nun auf der operativen Umsetzung der ehrgeizigen Ziele. Während das KI-Geschäft floriert, muss der Konzern parallel die zyklischen Schwankungen in der Automobilbranche auffangen. Die Dynamik bei den Hyperscale-Rechenzentren bleibt dabei der wichtigste Faktor für die Bewertung.
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