Steyr Motors will weg vom reinen Motorenbau für klassische Fahrzeuge. Das Unternehmen drängt in Nischenmärkte wie autonome Boote und mobile Energieversorgung. An der Börse herrscht derweil Zurückhaltung.
M12-Serie als Wachstumstreiber
Die M12 Power Unit steht im Zentrum der neuen Strategie. Das Management plant den Start der Serienfertigung für das zweite Halbjahr. Marktanalysen beziffern das Umsatzpotenzial dieser Kategorie auf bis zu 100 Millionen Euro. Das Aggregat soll durch ein geringes Gewicht bei hoher Leistung überzeugen.
Parallel dazu baut Steyr Motors das Geschäft mit unbemannten Systemen aus. In den USA beliefert der Konzern bereits Projekte für autonome Wasserfahrzeuge. Die Übernahme der dänischen BUKH A/S erweitert dabei das technische Spektrum. So kann das Unternehmen nun Motoren anbieten, die zuvor nicht im Portfolio waren.
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Diskrepanz zwischen Zielen und Börsenkurs
Operativ setzt sich der Vorstand hohe Ziele. Für das Gesamtjahr peilt Steyr Motors einen Umsatz von bis zu 95 Millionen Euro an. Analysten erwarten einen Gewinn von 2,22 Euro je Aktie.
An der Börse zeigt sich ein anderes Bild. Das Papier notiert aktuell bei 38,42 Euro und liegt damit knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 39,60 Euro. Seit dem 52-Wochen-Hoch bei über 63 Euro hat die Aktie deutlich an Boden verloren.
Die langfristige Auftragslage wirkt stabil. Bis zum Ende des Jahrzehnts beziffert das Unternehmen den Auftragsbestand auf über 300 Millionen Euro. Erreicht Steyr Motors eine operative Marge von mindestens 15 Prozent, rückt eine höhere Dividende in Reichweite. In den kommenden Wochen folgt der nächste Quartalsbericht.
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