Stellantis baut sein Führungsteam an mehreren Stellen um. Der Autobauer verkündete am Montag zwei Personalpakete, die zeigen, wie CEO Antonio Filosa seine Mannschaft für die kommenden Jahre neu sortiert.
Neue Kommunikationschefin kommt von Johnson & Johnson
Stephanie Hartgrove übernimmt ab dem 1. September den Posten der Chief Communications Officer und berichtet direkt an Filosa. Sie bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung mit, zuletzt als globale Vizepräsidentin für Kommunikation bei Johnson & Johnson, davor bei Baker Hughes und GE. Ihre Karriere begann sie als Journalistin bei CNN und Al Jazeera.
Parallel dazu übernimmt Clara Ingen-Housz eine neu geschaffene Position: Sie leitet künftig die öffentliche Politik- und Regulierungsstrategie sowie den internationalen Handel und baut zudem eine eigene Handelsrechts-Kompetenz im General-Counsel-Büro auf. Auch sie berichtet direkt an den CEO. Ingen-Housz hatte zuvor 19 Monate die Unternehmenskommunikation geleitet.
Belloni kehrt zu FIAT, Abarth und Lancia zurück
Die zweite Personalie betrifft das Markenmanagement in Europa. Arnaud Belloni wird CEO der Marken FIAT, Abarth und Lancia und übernimmt zugleich die Position des Chief Marketing Officer für Europa. Er berichtet an Emanuele Cappellano, Chief Operating Officer für das erweiterte Europa-Geschäft.
Belloni kennt den Konzern bereits: 16 Jahre lang leitete er die Marketingstrategie der italienischen und französischen Marken, unter anderem als globaler Marketingchef bei Citroën, wo die Marke acht Jahre in Folge Absatzwachstum in Europa verzeichnete.
Zuletzt war er als Chief Branding Officer bei der Renault-Gruppe tätig. Sein Vorgänger Olivier François, der über 30 Jahre für Stellantis-Marken wie Chrysler, FIAT und DS Automobiles tätig war, begleitet den Übergang bis Mitte Oktober und bleibt dem Konzern anschließend als strategischer Berater erhalten.
Beide Personalentscheidungen fallen in eine Phase, in der Stellantis seine langfristige Strategie namens FaSTLAne 2030 vorantreibt. Mit der Neubesetzung der Kommunikations- und Markenspitze signalisiert der Konzern, dass er sowohl die externe Wahrnehmung als auch das europäische Markenportfolio neu ausrichten will.
Wie sich die Umbauten operativ auf die einzelnen Marken auswirken, dürfte sich erst in den kommenden Monaten zeigen, wenn Belloni sein neues Amt vollständig übernommen hat.
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