Der Autokonzern Stellantis zieht die Reißleine bei seiner ambitionierten Elektro-Strategie. Nach einem massiven Einbruch bei den Verkaufszahlen reiner Stromer und milliardenschweren Abschreibungen rückt das Management wieder klassische Verbrenner und Hybride in den Fokus. Die neue Botschaft an die Käufer lautet Auswahl statt Zwangstransition.
Einbruch bei den Stromern
Die Neuausrichtung kommt nicht aus dem Nichts. Im ersten Quartal erlebte der Konzern bei einigen seiner rein batterieelektrischen Modelle einen dramatischen Nachfrageausfall. Die Auslieferungen des Wagoneer S brachen um 93 Prozent ein, beim Fiat 500e stand ein Minus von 85 Prozent in den Büchern. Das Management räumte ein, das Tempo der E-Auto-Adaption auf den wichtigsten Märkten schlichtweg überschätzt zu haben.
Diese Fehleinschätzung hatte bereits im Februar 2026 zu einem umfassenden geschäftlichen Neustart geführt. Der Strategiewechsel ging mit enormen finanziellen Belastungen von rund 22,2 Milliarden Euro einher, da Volumen- und Gewinnprognosen für die Elektromodelle drastisch nach unten korrigiert werden mussten.
Neue Modelle setzen auf Benzin
Als Konsequenz ändert der Autobauer nun sein Produktportfolio radikal. Auf der New York International Auto Show 2026 präsentierte Stellantis eine Reihe von Fahrzeugen, die den neuen Kurs unterstreichen. Der Jeep Grand Cherokee Trailhawk kehrt im Laufe des Jahres als reiner Verbrenner mit einem 2,0-Liter-Motor zurück. Die bisherige Plug-in-Hybrid-Version wird im Gegenzug gestrichen.
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Ein ähnliches Bild zeigt sich beim aktualisierten Chrysler Pacifica für das Modelljahr 2027. Hier entfällt die Plug-in-Option komplett zugunsten eines klassischen 3,6-Liter-V6-Triebwerks. Auch der Dodge Charger SIXPACK rollt künftig mit einem 3,0-Liter-Reihensechszylinder vom Band.
An der Börse honorierten Anleger die pragmatische Kurskorrektur am Dienstag mit einem leichten Plus von 2,39 Prozent auf 6,89 Euro. Auf Jahressicht spiegelt das Minus von gut 29 Prozent allerdings weiterhin die tiefgreifenden operativen Herausforderungen des laufenden Umbaus wider.
Mit dem breiter aufgestellten Antriebsportfolio will Stellantis nun die Verkaufszahlen seines Händlernetzwerks stabilisieren. Der Fokus liegt für den Rest des Jahres auf einer verbesserten operativen Umsetzung und der Auslieferung von Fahrzeugen, die die aktuelle, stark verbrennerlastige Kundennachfrage direkt bedienen.
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