Sechzig neue Modelle, 60 Milliarden Euro Investitionen, eine komplett neu gedachte Markenstruktur — Stellantis-Chef Antonio Filosa hat beim Investor Day in Auburn Hills einen umfassenden Strategieplan vorgelegt. Kein Flickwerk, sondern ein Neustart auf breiter Front.
Vier Kernmarken, klare Hierarchie
Das vielleicht Wichtigste vorab: Stellantis bricht mit seiner bisherigen Gleichbehandlung aller 14 Marken. Künftig erhalten Jeep, Ram, Peugeot und Fiat rund 70 Prozent der gesamten Marken- und Produktinvestitionen. Sie fungieren als globale Erstlauncher für neue Plattformen und Technologien. Die fünf regionalen Marken — darunter Citroën, Opel und Alfa Romeo — profitieren von denselben globalen Assets, behalten aber ihr regionales Profil. DS und Lancia werden von Citroën beziehungsweise Fiat als Spezialmarken geführt.
Für Maserati plant Filosa zwei neue E-Segment-Fahrzeuge. Details folgen im Dezember 2026 in Modena.
Plattformen, Kosten, Partnerschaften
Technologisch setzt Stellantis auf Konsolidierung. Bis 2030 sollen 50 Prozent der globalen Jahresvolumen auf nur drei Plattformen produziert werden — mit bis zu 70 Prozent gemeinsam genutzter Bauteile. Kernstück ist die neue STLA One-Architektur, die 2027 startet und mehr als 30 Modelle tragen soll. Die Plattform zielt auf 20 Prozent Kosteneffizienz und unterstützt von Beginn an verschiedene Antriebsarten, darunter Elektro und Verbrennungsmotor.
Das laufende Kostenprogramm soll bis 2028 jährlich 6 Milliarden Euro einsparen — gemessen an der Basis 2025.
Parallel dazu baut Stellantis sein Partnernetzwerk aus. Mit Leapmotor und Dongfeng sind Fertigungskooperationen in Spanien und Frankreich geplant, um brachliegende Kapazitäten auszulasten. Mit Jaguar Land Rover sollen Synergien in den USA ausgelotet werden. Die europäische Kapazitätsauslastung soll von aktuell 60 Prozent auf 80 Prozent im Jahr 2030 steigen.
Regionale Wachstumsziele
Die Finanzziele nach Region variieren erheblich. Nordamerika, das 60 Prozent der Produkt- und Markeninvestitionen erhält, soll 25 Prozent Umsatzwachstum und eine operative Marge von 8 bis 10 Prozent liefern. Europa peilt 15 Prozent Umsatzwachstum bei einer Marge von 3 bis 5 Prozent an — deutlich bescheidener, aber realistischer nach den Verlusten der vergangenen Quartale.
Der Nahe Osten und Afrika gilt als Wachstumsregion mit 40 Prozent Umsatzzuwachs und einer Zielmarge von 10 bis 12 Prozent.
Ob Filosa die Märkte mit diesem Plan überzeugt, wird sich an konkreten Ergebnissen messen lassen — erste Belastungsproben liefern die STLA One-Markteinführung 2027 und die Quartalszahlen auf dem Weg dorthin.
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