Ein Engpass bei Elektronikbauteilen belastet Stellantis: Laut Reuters beeinträchtigt der Mangel die Fertigung einiger Fiat-Modelle in Italien erheblich und drückte bereits die Oktober-Verkäufe. Die Aktie fiel gestern um 4,4%, während der Konzern den Produktionsstopp für den Fiat 500 in Turin verlängerte.
Fiat-Fertigung bleibt länger unterbrochen
Reuters berichtete gestern, dass die Produktion im Turiner Werk bis zum 13. November ruht. Damit bleibt die Fertigung des Fiat 500 eine vierte Woche in Folge unterbrochen. Die ursprünglichen Unterbrechungen gingen auf schwache Nachfrage zurück; die jüngste Verlängerung hängt dem Bericht zufolge mit dem fehlenden Elektronikbauteil zusammen.
Stellantis hatte am Montag erklärt, dass ein Zulieferer das für Motorsteuergeräte benötigte Bauteil nicht ausreichend liefern könne. Die Störungen könnten sich im November und Dezember fortsetzen und auch die Standorte Pomigliano und Mirafiori betreffen. Bei den italienischen Verkäufen im Oktober war nach Unternehmensangaben besonders der Fiat Pandina betroffen.
Neue Führung und negative Mittelzuflüsse
Am Mittwoch ernannte Stellantis Pablo Di Si mit sofortiger Wirkung zum operativen Leiter für Nordamerika und die amerikanischen Marken. Jon Nelson übernahm die Finanzleitung für Nordamerika. Alexandre Sorel wurde Chef von Stellantis Financial Services, Gustavo Soloaga übernahm die Funktion des Chief Performance Officer.
Ebenfalls mit sofortiger Wirkung stellte Stellantis das europäische Geschäft mit Firmenkunden und Gebrauchtwagen unter die Leitung von Joël Verany.
Am 28. Oktober hatte der Konzern für das dritte Quartal 2026 Nettoerlöse von 37,6 Milliarden Euro gemeldet. Das bereinigte operative Ergebnis betrug 256 Millionen Euro, der Nettoverlust 453 Millionen Euro.
Der industrielle freie Cashflow lag bei minus 4,009 Milliarden Euro. Trotz des Mittelabflusses bestätigte Stellantis seine Prognose für 2026.
Ich halte die bestätigte Prognose für 2026 für gewagt: Stellantis meldete für das dritte Quartal minus 4,009 Milliarden Euro industriellen freien Cashflow, und die Störungen könnten sich im November und Dezember fortsetzen. Entscheidend wird für mich, ob Turin nach dem 13. November wieder produziert.
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