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Starbucks Aktie: Niccols Turnaround zeigt erste Erfolge

Starbucks verzeichnet erstmals seit zwei Jahren wieder Umsatzwachstum in den USA und übertrifft globale Erwartungen, während die Gewinnmargen unter Druck bleiben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erstes transaktionsgetriebenes Wachstum in den USA seit acht Quartalen
  • China-Geschäft übertrifft Erwartungen mit starkem Plus
  • Bereinigter Gewinn je Aktie fällt um 18 Prozent
  • Unternehmen bekräftigt Jahresziele für 2026

Der Kaffeeriese meldet erstmals seit zwei Jahren wieder Wachstum in den USA. CEO Brian Niccol, der im September 2024 von Chipotle kam, scheint mit seiner „Back to Starbucks“-Initiative erste Früchte zu ernten. Die Aktie reagierte prompt: Im vorbörslichen Handel legte der Titel rund 9% zu.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In Nordamerika stiegen die vergleichbaren Verkäufe im ersten Quartal um 4% – getrieben von höheren Transaktionszahlen. Erstmals seit acht Quartalen verzeichnete das Unternehmen wieder ein transaktionsgetriebenes Wachstum in den USA. Die Ausgaben pro Bestellung kletterten um 1%, befeuert durch Espresso- und Teegetränke sowie die zunehmend beliebten Cold-Foam-Optionen.

Vereinfachung als Schlüssel zum Erfolg?

Niccol setzt auf Rückbesinnung: Vereinfachte Speisekarte, frisch gebackene Lebensmittel und handgeschriebene Nachrichten auf den Bechern sollen die Kunden zurückbringen. Die neu eingeführten proteinreichen Getränke kommen offenbar an. Gleichzeitig hat der CEO Servicezeiten im Visier und arbeitet an verbesserter Ladenfeffizienz – kämpft dabei allerdings mit veralteter Technologie und einem zersplitterten Lieferantennetzwerk.

Das Vier-Minuten-Ziel bei der Bedienung erreicht die Kette noch nicht durchgängig, räumte Niccol ein. Doch die Richtung stimmt: Die „Green Apron“-Pilotfilialen übertreffen den Rest des Systems beim Umsatzwachstum um zwei Prozentpunkte – komplett transaktionsgetrieben.

China-Geschäft überrascht positiv

International präsentierte sich das Unternehmen robust. Die vergleichbaren Verkäufe legten um 5% zu, deutlich über den erwarteten 2,5%. Besonders China überraschte mit 7% Wachstum, getrieben von 5% mehr Transaktionen und 2% höheren Tickets. Im Frühjahr soll der Verkauf der China-Kontrolle an Boyu Capital abgeschlossen werden – rund 8.000 eigene Filialen werden dann zu Lizenzstandorten.

Global meldete Starbucks ein Plus von 4% bei den vergleichbaren Verkäufen, während Analysten nur 2,25% erwartet hatten. Das Unternehmen bekräftigte seine Jahresziele und prognostiziert für das Geschäftsjahr 2026 ein globales Wachstum von mindestens 3% bei den vergleichbaren Verkäufen.

Margen unter Druck – Tarife belasten

Die Kehrseite: Der bereinigte Gewinn je Aktie fiel im ersten Quartal um 18% auf 0,56 Dollar. Die operative Marge brach um 180 Basispunkte auf 10,1% ein. Verantwortlich dafür waren vor allem Importzölle auf Kaffee aus Brasilien im vergangenen Sommer. Obwohl Trump die Kaffee-Tarife zurückgenommen hat, wirken die bereits gezahlten Abgaben nach. Zusammen mit Investitionen in die Filialen schrumpfte die Marge um 290 Basispunkte.

Für 2026 erwartet das Unternehmen einen bereinigten Gewinn von 2,15 bis 2,40 Dollar je Aktie – der Mittelwert liegt unter den Analystenschätzungen von 2,35 Dollar. Evercore ISI hält dennoch an seiner Outperform-Einstufung mit Kursziel 105 Dollar fest. Bei aktuell 98,54 Dollar bleibt nach oben also Luft.

Niccol warnte allerdings: „Die strategischen Investitionen in unsere operativen Grundlagen brauchen Zeit, bis sie sich in nachhaltigem Gewinnwachstum niederschlagen.“ Die Kaffeekette hat hunderte schwächelnde Filialen geschlossen, darunter die Flaggschiff-Rösterei in Seattle. Am Donnerstag findet in New York der erste Investorentag unter Niccol statt – die Erwartungen sind geweckt.

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