Starbucks beendet sein ambitioniertes KI-Projekt zur Bestandsführung nach nur neun Monaten. Der Konzern priorisiert ab sofort wieder operative Stabilität vor fehleranfälliger Automatisierung. CEO Brian Niccol setzt damit ein deutliches Zeichen für eine Rückkehr zum Kerngeschäft.
Scheitern an der Ladentheke
Das System „Automated Counting“ sollte Milch und Sirup per Computer-Vision erfassen. In der Praxis scheiterte die Technik jedoch an der Unterscheidung ähnlicher Produkte. Kameras und Sensoren konnten verschiedene Milchsorten nicht präzise genug auseinanderhalten.
Die Filialen in Nordamerika kehren nun zur manuellen Inventur zurück. Starbucks will so eine konsistente Produktverfügbarkeit garantieren. Das Ziel bleibt eine tägliche Wiederauffüllung der Bestände bis Ende 2026. Fehlbestände bei Kernprodukten sollen damit der Vergangenheit angehören.
Umbau der Konzernstruktur
Parallel zum Technik-Stopp baut Starbucks die Verwaltung um. Rund 300 Stellen in den USA fallen weg. Das Unternehmen schließt außerdem vier regionale Niederlassungen, unter anderem in Atlanta und Chicago. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Restrukturierungsplans.
Der Konzern veranschlagt für diesen Umbau Gesamtkosten von etwa 400 Millionen US-Dollar. Davon entfallen 280 Millionen auf Immobilienwerte und 120 Millionen auf Abfindungen. Im Gegenzug investiert Starbucks massiv in einen neuen Standort in Nashville. Dieser soll künftig als technologisches und logistisches Zentrum dienen.
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Sparziele und Ausblick
Bis zum Jahr 2028 will Starbucks Bruttokosten von zwei Milliarden US-Dollar einsparen. Effizienzsteigerungen sollen vor allem durch ein einfacheres Menü und optimierte Abläufe entstehen. Die operative Marge soll mittelfristig wieder auf 15,5 Prozent steigen.
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 88,57 Euro. Trotz des heutigen Rücksetzers von 1,44 Prozent liegt das Papier seit Jahresbeginn rund 23 Prozent im Plus. Die vergleichbaren Filialumsätze zeigten zuletzt mit einem Plus von vier Prozent erste Erholungsanzeichen.
Für das Geschäftsjahr 2026 peilt das Management einen bereinigten Gewinn zwischen 2,25 und 2,45 US-Dollar je Aktie an. Trotz der Korrekturen bei der KI-Strategie hält der Konzern an seiner globalen Expansion fest. Bis Jahresende plant Starbucks die Eröffnung von über 600 neuen Filialen weltweit.
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