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Symbolbild, KI-generiert

Stadler Rail Aktie: Neuer Auftrag, Rechtsfrieden

Der Schweizer Zugbauer sichert sich einen Folgeauftrag der Gornergrat Bahn und beendet den Rechtsstreit um den milliardenschweren SBB-Auftrag, was für mehr operative Klarheit sorgt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gornergrat Bahn bestellt vier weitere Polaris-Zahnradzüge
  • Rechtsstreit um SBB-Großauftrag wird beigelegt
  • Verwaltungsrat schlägt verdoppelte Dividende vor
  • Solider Auftragsbestand von über 32 Milliarden Franken

Zwei Meldungen auf einmal: Stadler Rail hat heute einen Folgeauftrag der Gornergrat Bahn gesichert und gleichzeitig den monatelangen Rechtsstreit um den SBB-Großauftrag beendet. Zusammen zeichnen sie ein klareres Bild der operativen Lage des Schweizer Zugbauers.

Vier neue Polaris-Züge für den Hochalpin-Einsatz

Die Gornergrat Bahn bestellt vier weitere Zahnrad-Triebzüge des Typs „Polaris“ für rund 30 Millionen Franken. Die Fahrzeuge sind für den Betrieb auf über 3.000 Metern Höhe ausgelegt und sollen ältere Bestandsfahrzeuge auf der Strecke zwischen Zermatt und dem Gornergrat ersetzen. Auslieferung und Betriebsaufnahme sind für Herbst beziehungsweise Winter 2028 geplant.

Es ist bereits die dritte Bestellung dieses Typs: Nach Aufträgen aus 2019 und 2024 festigt die GGB damit ihre langjährige Lieferbeziehung mit Stadler. Für den Hersteller ist es ein überschaubarer, aber symbolisch wertvoller Heimmarktauftrag.

SBB-Rekurs zurückgezogen

Mehr operative Klarheit bringt die Beilegung des SBB-Streits. Stadler hatte die Vergabe eines Rahmenvertrags über 200 Doppelstockzüge im Wert von rund 2,1 Milliarden Franken an Siemens Mobility angefochten. Nach Einsicht in die Gerichtsdokumente des Bundesverwaltungsgerichts zog das Unternehmen die Beschwerde zum 7. April zurück — mit der Begründung, die SBB habe ihren Ermessensspielraum rechtlich zulässig ausgeschöpft. Keine Erfolgsaussichten, also kein weiteres Verfahren.

Das schließt ein Kapitel, das seit der Vergabeentscheidung für Unsicherheit gesorgt hatte.

Generalversammlung als nächster Termin

Für das laufende Jahr 2026 peilt das Management einen Umsatz von über 5 Milliarden Franken sowie eine EBIT-Marge von mehr als 5 Prozent an. Rückenwind liefert ein Auftragsbestand von über 32 Milliarden Franken. Am 5. Mai steht die ordentliche Generalversammlung an — der Verwaltungsrat wird dort eine Dividende von 0,50 Franken je Aktie vorschlagen, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr (0,20 Franken). Zur Wahl stehen zudem Sabrina Soussan und Michael Schöllhorn als neue Verwaltungsratsmitglieder.

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