Staar Surgical hat gestern einen wichtigen Meilenstein im US-Heimatmarkt erreicht. Die US-Gesundheitsbehörde FDA weitete die Zulassung für die implantierbaren EVO/EVO+ Kontaktlinsen deutlich aus, wodurch sich die potenzielle Zielgruppe massiv vergrößert. Kann das Unternehmen diesen regulatorischen Rückenwind nutzen, um die Marktanteile der schwächelnden Laser-Konkurrenz weiter zu übernehmen?
- FDA-Entscheidung: Altersgrenze für EVO-Linsen von 45 auf 60 Jahre angehoben.
- Marktdynamik: Laserbehandlungen in den USA auf Mehrjahrestief (-40 % in drei Jahren).
- Führungswechsel: Warren Foust und Deborah Andrews leiten das Unternehmen seit Anfang Februar interimistisch.
Altersgrenze deutlich angehoben
Bisher waren die EVO/EVO+ Visian Linsen in den USA lediglich für Personen im Alter zwischen 21 und 45 Jahren zugelassen. Die neue behördliche Genehmigung erweitert diesen Spielraum nun auf Patienten bis zu 60 Jahren. Grundlage für diesen Schritt waren klinische Studiendaten über einen Zeitraum von drei Jahren, die die langfristige Sicherheit der Implantate belegten.
Durch die Ausweitung der Altersindikation zielt Staar Surgical darauf ab, ein wesentlich größeres Segment der US-Bevölkerung zu erreichen. Die Maßnahme ist Teil der globalen Strategie, die Reichweite der markeneigenen Korrekturlösungen zu vergrößern und alternative Behandlungsmethoden zu etablieren.
Trendwende in der Augenchirurgie
Die erweiterte Zulassung trifft auf einen US-Markt für refraktive Chirurgie, der sich in einem tiefgreifenden Umbruch befindet. Klassische Laserverfahren, bei denen Hornhautgewebe abgetragen wird, verzeichneten in den vergangenen drei Jahren einen Nachfragerückgang von fast 40 % und markierten damit ein Mehrjahrestief.
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Im Gegensatz dazu stiegen die Implantationszahlen der EVO-ICL-Modelle zuletzt an. Das Verfahren von Staar Surgical bietet den Vorteil, dass weder Hornhautgewebe noch die natürliche Augenlinse entfernt werden müssen. Die FDA-Entscheidung stärkt die Position des Unternehmens in diesem wachsenden Nischensegment gegenüber den traditionellen Lasermethoden.
Management im Übergang
Parallel zur operativen Expansion befindet sich das Unternehmen in einer Phase der internen Neuordnung. Seit dem 1. Februar führen Warren Foust und Deborah Andrews das Unternehmen als Interims-Co-CEOs. Diese personelle Veränderung folgte auf die im Januar 2026 gescheiterte Fusion mit Alcon, nachdem die notwendige Zustimmung der Aktionäre für den Zusammenschluss ausgeblieben war.
Die kommenden Quartalsberichte werden zeigen, wie effektiv die neue Führung die erweiterte FDA-Zulassung in konkretes Umsatzwachstum übersetzen kann. Ein Fokus wird dabei auf der Frage liegen, ob die steigende Akzeptanz der ICL-Technologie den allgemeinen Abwärtstrend im Sektor der Sehkorrekturen dauerhaft kompensieren kann.
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