St George Mining hat in dieser Woche seine Kapitalstruktur kräftig umgebaut. Die australische Bergbaugesellschaft meldete der Börse ASX eine Notierungsanwendung für 188.049.488 neue Stammaktien sowie 20 Millionen Optionen mit Fälligkeit im Februar 2027. Am Freitag rutschte die Aktie um 5,93 Prozent auf 0,0508 Euro ab.
Die neuen Papiere stammen aus zwei Quellen: einer Kapitalplatzierung und einer nicht-zahlungswirksamen Übernahme von Anteilen an Lithium Star. Aktionäre hatten dieser Transaktion bereits am 10. Juli 2026 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung zugestimmt. Nach Abschluss der Notierung wird St George Mining rund 4,64 Milliarden Stammaktien im Umlauf haben.
Directors erhalten Performance Rights ohne Gegenleistung
Parallel zur Aktienausgabe hat das Unternehmen seinen Direktoren Performance Rights zugeteilt. John Prineas erhielt am 15. Juli jeweils 16 Millionen Class-G- und Class-H-Rechte. John Dawson bekam jeweils 6 Millionen Rechte beider Klassen.
Beide Zuteilungen erfolgten ohne Gegenleistung. Auch diese Maßnahme hatten die Aktionäre bereits am 10. Juli genehmigt.
Sollten die Rechte künftig in Stammaktien wandeln, verwässert das die bestehenden Anteile zusätzlich. Zusammen mit der Lithium-Star-Transaktion wächst die Aktienzahl damit gleich auf zwei Wegen.
Kurs unter Druck, Momentum schwach
Der Kursrückgang der vergangenen Wochen fällt deutlich aus. Binnen 30 Tagen verlor die Aktie 19,11 Prozent und notiert nun fast 50 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 0,1010 Euro aus dem Februar. Der 14-Tage-RSI liegt bei 33,1 und nähert sich damit überverkauftem Terrain.
Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich derzeit auf rund 220,5 Millionen Euro. Ob die frische Kapitalplatzierung und die Integration der Lithium-Star-Beteiligung die Talfahrt stoppen, hängt von der weiteren operativen Entwicklung ab. St George Mining treibt daneben sein Araxá-Projekt in Brasilien voran, das auf Seltene Erden und Niob zielt, und baut sein Lithium-Explorationsportfolio in Westaustralien aus.
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