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Symbolbild, KI-generiert

Spark New Zealand: Reingewinn springt um 92 Prozent

Spark New Zealand vervielfacht den Jahresüberschuss durch einen Buchgewinn, senkt die Schulden und prüft zugleich den Bereich Digital Services.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Jahresüberschuss steigt auf 499 Millionen NZ$
  • Buchgewinn aus Rechenzentrumsverkauf erzielt
  • Kernverschuldung um 35 Prozent gesenkt
  • Forsyth Barr hebt Kursziel leicht an

Spark New Zealand hat das Geschäftsjahr 2026 mit einem deutlichen Gewinnsprung abgeschlossen, der maßgeblich durch den Verkauf von Unternehmensteilen getrieben wurde. Während der berichtete Reingewinn nach Steuern (NPAT) um 91,9 Prozent auf 499 Millionen Neuseeland-Dollar (NZ$) kletterte, verzeichnete das Unternehmen im operativen Kerngeschäft leichte Rückgänge.

Der massive Anstieg des Ergebnisses resultiert primär aus einem Buchgewinn in Höhe von 278 Millionen NZ$, der durch die Veräußerung einer 75-prozentigen Beteiligung am Rechenzentrumsgeschäft realisiert wurde.

Operative Herausforderungen trotz Sondereffekten

Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDAI) sank hingegen um 2,4 Prozent auf 1,035 Milliarden NZ$. Das Management begründete diese Entwicklung am 20. August mit einem anhaltenden strukturellen Wandel innerhalb der Branche.

Kunden wenden sich zunehmend von margenstarken, klassischen Sprachdiensten ab, was die Erlöse in diesem Segment unter Druck setzt. Zudem wirkte sich der Umstand aus, dass das teilweise veräußerte Rechenzentrumsgeschäft im abgelaufenen Geschäftsjahr nur noch zeitanteilig zum Gesamtergebnis beitrug.

Die strategische Neuausrichtung unter dem Projekttitel „SPK-30“ steht nun verstärkt im Fokus der Konzernführung. Im Rahmen dieser Transformation hat Spark New Zealand am 18. August eine umfassende Überprüfung seines Bereichs Digital Services eingeleitet. Diese Sparte umfasst unter anderem IT-Dienstleistungen und Cloud-Operationen.

Ziel ist es, die Effizienz zu steigern und das Portfolio an die veränderten Marktanforderungen anzupassen. Parallel dazu wurde ein Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats angekündigt: Vince Hawksworth wird am 5. November die Nachfolge von Justine Smyth antreten, die nach der kommenden Jahreshauptversammlung in den Ruhestand geht.

Fokus auf Entschuldung und Neuausrichtung

Ein zentraler Aspekt des jüngsten Abschlusses ist die deutlich verbesserte Bilanzstruktur. Durch den Verkauf des Mehrheitsanteils an den Ontario Teachers‘ Pension Plan flossen dem Unternehmen Nettoerlöse in Höhe von 462 Millionen NZ$ zu.

In der Folge konnte die Kernverschuldung um 35 Prozent auf 898 Millionen NZ$ reduziert werden. Diese Entschuldung verschafft dem Telekommunikationskonzern die nötige finanzielle Stabilität für künftige Investitionen und die Aufrechterhaltung der geplanten Dividendenpolitik.

Medienberichten zufolge zeigt sich in der Konsensbetrachtung der Analysten derzeit ein vorsichtiger Optimismus, wenngleich das durchschnittliche Kursziel am Montag leicht nach unten korrigiert wurde. Für das laufende Geschäftsjahr 2027 hat das Unternehmen bereits eine Prognose vorgelegt.

Erwartet wird ein bereinigtes EBITDAI zwischen 1,010 Milliarden und 1,080 Milliarden NZ$. Die Investitionsausgaben für den laufenden Geschäftsbetrieb sollen sich dabei in einem Rahmen von 350 Millionen bis 380 Millionen NZ$ bewegen.

Analysten blicken auf das kommende Geschäftsjahr

Analyst Ben Crozier vom Analysehaus Forsyth Barr reagierte am 21. August auf die vorgelegten Zahlen und den Ausblick. Er hob sein Kursziel für die Aktie leicht von 2,30 NZ$ auf 2,35 NZ$ an.

Crozier behielt seine neutrale Einstufung bei und begründete dies damit, dass die Guidance für das Geschäftsjahr 2027 die Erwartungen am Markt geringfügig übertroffen habe. Er sieht das Unternehmen auf einem stabilen Weg, weist jedoch auf die notwendige Umsetzung der strategischen Ziele hin.

An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt in einer Erholungsphase. Zum Handelsschluss am gestrigen Freitag notierte die Aktie bei 1,07 € und liegt damit 2,8 % über ihrem Durchschnitt der vergangenen 200 Tage.

Trotz der jüngsten positiven Nachrichten aus dem operativen Bereich weist der Wert seit Jahresbeginn noch ein Minus von 4,2 % auf, was die Herausforderungen im Sektor verdeutlicht. Die angekündigte Zielspanne für die Dividende von 0,16 bis 0,18 NZ$ pro Aktie unterstreicht jedoch das Bestreben des Unternehmens, die Aktionäre weiterhin am Erfolg teilhaben zu lassen.

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