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SpaceX: Morgan Stanley erwartet 33 Milliarden bis 2030

SpaceX übernimmt Cursor für 60 Mrd. Dollar in Aktien. Trotz Rekordwachstum fällt der Kurs, da Verwässerung und Lockup-Fristen Anleger verunsichern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Cursor-Deal für 60 Milliarden Dollar
  • Aktienkurs fällt um drei Prozent
  • KI-Sparte soll Starlink überholen
  • Morgan Stanley prognostiziert Umsatzsprung

SpaceX hat den Kauf des KI-Programmierunternehmens Cursor für 60 Milliarden Dollar abgeschlossen. Elon Musk bezeichnete den Deal als „Ehre“. Die Aktionäre von Cursor erhalten dafür 389.289.254 SpaceX-A-Aktien, zusätzlich übernimmt SpaceX 29,1 Millionen Restricted Stock Units und 44,4 Millionen Optionen aus dem Zielunternehmen. Trotz der strategischen Bedeutung des Zukaufs reagierte die Börse zunächst mit Verkäufen: Am Freitag fiel die Aktie um 3 Prozent auf 137,52 Dollar.

Größter All-Stock-Deal der Branche

Der Zusammenschluss gilt als zweitgrößte Übernahme eines von Risikokapital finanzierten Unternehmens überhaupt. Cursor hatte innerhalb von zwölf Monaten einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von 100 Millionen Dollar erreicht – ein Rekordtempo.

Mehr als 50.000 Unternehmen nutzen die Programmier-Tools, darunter 64 Prozent der Fortune-500-Konzerne. Cursor soll künftig Grok 4.5 und 4.6 mit SpaceX-Technologie trainieren und stärkt damit die KI-Sparte SpaceXAI im Wettbewerb gegen OpenAI und Anthropic.

Die Analysten von Morgan Stanley rechnen damit, dass Cursor den wiederkehrenden Umsatz von 4 Milliarden Dollar im Juni auf 33 Milliarden Dollar bis 2030 steigern könnte.

Für die Übergangsjahre kalkuliert das Haus mit einem Umsatzbeitrag von 2,5 Milliarden Dollar 2026 und 13 Milliarden Dollar 2027. Der Deal geht auf eine im April begonnene Partnerschaft bei KI-Rechenkapazitäten zurück, die endgültige Vereinbarung stammt vom 16. Juni.

Kursreaktion trotz Wachstumsstory verhalten

Dass der Markt trotz dieser Wachstumsperspektive mit Kursverlusten reagiert, hängt auch mit der Aktienausgabe zusammen: Die neuen Cursor-Aktien verwässern bestehende Anteile.

Zudem rückt der 20. August näher, an dem eine weitere Sperrfrist für Insider-Aktienverkäufe ausläuft – dann könnten rund 319 Millionen zusätzliche Aktien handelbar werden. Erst vor gut einer Woche war bereits eine erste Sperrfrist ausgelaufen, die Aktie legte danach um 21,5 Prozent zu.

Die zugrunde liegenden Geschäftszahlen bleiben robust: Im zweiten Quartal 2026 wuchs der Umsatz auf 7,8 Milliarden Dollar, dem stehen Ausgaben von 18,3 Milliarden Dollar gegenüber. Das KI-Geschäft trug mit 2,561 Milliarden Dollar rund ein Drittel zum Konzernumsatz bei, das Segment Konnektivität rund um Starlink kam auf 4,291 Milliarden Dollar.

Am deutschen Handelsplatz schloss die Aktie am Freitag bei 120,96 Euro, ein Minus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 5,1 Prozent zu Buche.

Zum bisherigen Jahreshoch vom 16. Juni fehlen der Aktie noch 38 Prozent, zum Tief vom 3. August liegt sie hingegen rund ein Drittel darüber – ein Hinweis darauf, dass sich der Kurs nach dem heftigen Ausschlag der vergangenen Monate stabilisiert, ohne bislang wieder in die Nähe der Rekordstände zu kommen.

Ausblick: KI soll Starlink überholen

Musk selbst hatte zuletzt in Aussicht gestellt, dass die KI-Sparte im September erstmals alle anderen Geschäftsbereiche gemeinsam an Umsatz übertreffen soll. Mit der Cursor-Integration verschafft sich SpaceX zusätzliche Software-Kompetenz für dieses Ziel.

Ob der Markt die milliardenschwere Übernahme langfristig honoriert, dürfte sich auch daran entscheiden, wie sich die zusätzlich ausgegebenen Aktien und die anstehende Lockup-Freigabe auf das Angebot auswirken.

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Diskussion zu SpaceX

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.