SpaceX-Aktien legen am Mittwoch leicht zu und notieren bei 109,26 Euro, ein Plus von 0,83 Prozent. Erst am Montag markierte das Papier mit 104,88 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Nun stabilisiert sich der Kurs — getragen von zwei erfolgreichen Raketenstarts und der Aussicht auf einen dritten, besonders wichtigen Test am Donnerstag.
Ein neuer Servicezweig im Orbit
Am Dienstagabend startete SpaceX eine Falcon-9-Rakete vom Cape Canaveral aus. An Bord: das Mission Robotic Vehicle MRV-1 sowie mehrere Mission Extension Pods für SpaceLogistics, eine Tochter von Northrop Grumman.
Das MRV-1 ist ein Spezialfahrzeug mit Roboterarmen. Es soll Satelliten im geosynchronen Orbit warten und ihre Lebensdauer verlängern. Die angedockten „Jetpacks“ versorgen ausgediente Satelliten mit neuem Treibstoff. Damit unterstützt SpaceX ein neues Segment kommerzieller Weltraum-Infrastruktur.
Für den Transport in die energieintensive Umlaufbahn verbrauchte SpaceX die Booster-Stufe B1069 vollständig. Es war ihr 32. und letzter Flug.
Schnelle Erholung nach Fehlstart
Noch am selben Tag hatte SpaceX bereits von Vandenberg aus 24 weitere Starlink-Satelliten ins All gebracht. Der erste Startversuch war am Montag automatisch abgebrochen worden. Der zweite Versuch gelang am Dienstag reibungslos.
Die dabei genutzte Booster-Stufe B1082 absolvierte ihren 23. erfolgreichen Flug und landete anschließend sicher auf einer Drohnenplattform im Pazifik. Diese hohe Wiederverwendungsrate bleibt ein zentraler Baustein der operativen Effizienz des Konzerns. Das Satelliten-Netzwerk Starlink umfasst mittlerweile mehr als 10.800 aktive Einheiten.
Starship-Flug 13 als nächster Prüfstein
Der Blick der Anleger richtet sich nun auf Donnerstag, den 23. Juli. Dann startet SpaceX den zweiten Versuch für Starship-Flug 13 vom texanischen Starbase-Gelände. Das Startfenster öffnet um 17:45 Uhr Ortszeit und dauert 90 Minuten.
Der Test soll technische Anpassungen bestätigen, die nach dem vorherigen Flug im Mai vorgenommen wurden. Geplant sind eine Landung des Super-Heavy-Boosters vor der Küste im Golf von Mexiko sowie ein kontrollierter Wiedereintritt des Starship-Fahrzeugs.
Der Kurs liegt weiterhin 43,81 Prozent unter seinem Jahreshoch von 194,46 Euro aus dem Juni. Die Stabilisierung nahe der 109-Euro-Marke deutet aber auf eine Beruhigung der jüngsten Verkaufswelle hin. Mit einem 14-Tage-RSI von 36,9 nähert sich das Papier der überverkauften Zone — ein Bereich, in dem Anleger häufig auf eine Gegenbewegung setzen.
Der Ausgang des Starship-Tests am Donnerstag dürfte damit kurzfristig mitentscheiden, ob sich die Erholung fortsetzt oder der Abwärtstrend der vergangenen Wochen zurückkehrt.
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