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SpaceX Aktie: Starship-Test am 16. Juli

SpaceX-Aktie nahe Jahrestief vor entscheidendem Starship-Test. Erfolg der V3-Satellitenmission könnte Trendwende einleiten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktienkurs nahe 52-Wochen-Tief
  • Starship-Testflug für 16. Juli geplant
  • Erster Einsatz von Starlink-V3-Satelliten
  • Falcon 9 erreicht 600 Booster-Wiederverwendungen

SpaceX-Aktien notieren am Mittwoch bei 119,60 Euro, ein Plus von 0,29 Prozent. Der Kurs kratzt damit am frischen 52-Wochen-Tief von 119,02 Euro, das erst am Vortag erreicht wurde. Ausgerechnet jetzt steht der nächste kritische Testflug der Starship-Rakete an — ein Termin, der die Aktie in die eine oder andere Richtung bewegen dürfte.

Starship vor entscheidendem Testflug

SpaceX plant den 13. Testflug von Starship für den 16. Juli. Das Startfenster öffnet um 18:45 Uhr Ostküstenzeit von der texanischen Starbase aus und dauert 90 Minuten. Ziel der Mission: der erste Einsatz der neuen Starlink-V3-Satelliten sowie ein weiterer Test der Booster-Rückgewinnung.

Der vorherige Flug am 22. Mai verlief gemischt. Die neue Version 3 der Rakete flog zwar erfolgreich, doch der Super-Heavy-Booster schaffte keine kontrollierte „sanfte“ Wasserung im Golf von Mexiko. SpaceX führt den Fehler auf eine veränderte Zündreihenfolge der Triebwerke zurück. Sie sorgte für einen 90-Grad-Ausrichtungsfehler nach der Trennung der Raketenstufen. Zusätzlich zündeten fünf der 33 Triebwerke beim Bremsmanöver nicht wieder.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat die Untersuchung des Vorfalls am 13. Juli abgeschlossen. Sie akzeptierte die Erklärung von SpaceX: Hitzeeinwirkung auf Antriebskomponenten während des Aufstiegs und fehlerhaft eingestellte Triebwerksalarme gelten als wahrscheinlichste Ursachen. Diese Freigabe ebnete den Weg für den neuen Starttermin.

Die Mission hat für SpaceX strategisches Gewicht. Die V3-Satelliten sind größer als frühere Generationen und lassen sich mit der Falcon 9 nicht mehr effizient in großer Stückzahl transportieren. Starship soll diese Lücke schließen und sich vom Experimentalfahrzeug zum Arbeitspferd für Massensatellitenstarts entwickeln.

Falcon 9 knackt 600 Booster-Wiederverwendungen

Während Starship auf seinen nächsten Test wartet, feiert die bewährte Falcon 9 einen eigenen Meilenstein. SpaceX startete am 13. und 14. Juli zwei Falcon-9-Raketen mit Starlink-Satelliten, gestartet von den beiden US-Küsten im Abstand von acht Stunden. Der zweite Start von Cape Canaveral markierte die 600. Wiederverwendung eines Booster-Triebwerks.

Das Starlink-Netzwerk wächst unterdessen unvermindert weiter. Bislang hat SpaceX 12.552 Starlink-Satelliten ins All gebracht, 10.839 davon sind aktuell in Betrieb.

Aktie sucht weiter nach einem Boden

Die operativen Erfolge ändern wenig an der schwierigen Kursentwicklung. In den vergangenen 30 Tagen hat die Aktie fast 28 Prozent verloren, auf Wochensicht steht ein Minus von 7,8 Prozent zu Buche. Zum Rekordhoch vom 16. Juni bei 194,46 Euro fehlen inzwischen 38,5 Prozent.

Die Schwankungsbreite der Aktie ist enorm: Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei fast 96 Prozent, der RSI von 40,2 deutet auf eine leicht überverkaufte Lage hin. Ein Portfoliomanager kommentierte nach einem früheren Ausverkauf, die Aktie trage eine Premiumbewertung bei gleichzeitig sehr geringem Streubesitz. Jede Bewegung werde dadurch in beide Richtungen verstärkt.

Ausblick

Der Starship-Test am 16. Juli wird zum nächsten binären Katalysator für die Aktie. Gelingt der Einsatz der ersten Starlink-V3-Satelliten, dürfte das die Investment-These für Starship als operative Startplattform stärken. Analysten, die das Programm verfolgen, sehen in wiederholten erfolgreichen Hochdrucktests einen wichtigen Baustein für Starships künftige Rolle — sowohl bei der V3-Verteilung als auch bei nationalen Sicherheits- und kommerziellen Nutzlasten.

Ob die Mission reibungslos verläuft, hängt maßgeblich davon ab, ob die technischen Korrekturen seit dem Booster-Verlust bei Flug 12 tatsächlich greifen. Für die Aktie steht dabei mehr auf dem Spiel als nur ein einzelner Testflug: Es geht darum, ob sich der Kurs oberhalb der Support-Level aus der IPO-Phase stabilisieren kann.

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