Startseite » Raumfahrt » SpaceX Aktie: Nancy Grace Roman ins All gestartet
Symbolbild, KI-generiert

SpaceX Aktie: Nancy Grace Roman ins All gestartet

SpaceX treibt Starship und den geplanten Weltraumbahnhof in Louisiana voran, während Analysten zwischen Kauf- und Verkaufsempfehlung unterscheiden.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Roman-Teleskop startet mit Falcon Heavy
  • Louisiana-Weltraumbahnhof für 2027 vorgesehen
  • Starship absolviert 33-Triebwerke-Test
  • Analysten bewerten SpaceX unterschiedlich

SpaceX bringt heute das Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA mit einer Falcon Heavy vom Startkomplex 39A ins All. Die Nutzlast wurde am 21. August erfolgreich verkapselt, die Startbereitschaftsprüfung fand am 28. August statt. Der Start markiert einen weiteren Meilenstein für das Unternehmen in einem ohnehin ereignisreichen Sommer.

Im Zentrum der aktuellen Nachrichtenlage steht jedoch ein deutlich größeres Vorhaben: der geplante Bau von „Starbase, Louisiana“ im Vermilion Parish. Für rund 100 Milliarden Dollar soll dort ein Weltraumbahnhof mit fünf Startkomplexen und zehn Startrampen entstehen, ausgelegt auf tausende Starship-Flüge pro Jahr.

Der Spatenstich ist für 2027 vorgesehen, ein erster Start für 2029. Wolfe-Research-Analyst Myles Walton bewertete das Projekt am 26. August als langfristig entscheidenden Infrastruktur-Katalysator und bestätigte sein „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 175 Dollar.

Technische Fortschritte bei Starship

Am 28. August absolvierte SpaceX am texanischen Starbase-Gelände einen vollständigen 33-Triebwerks-Static-Fire des Super-Heavy-Boosters – die Vorbereitung für den für Mitte September angepeilten Starship-Flug 14. Am selben Tag gelang zudem die bislang größte Bergungsoperation des Unternehmens: Ein zuletzt gestartetes Starship-Fahrzeug wurde aus dem Indischen Ozean geborgen, rund einen Monat nach dem Flug.

Die Aktie notierte am Freitag bei 122,14 Euro, ein Plus von 1,0 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Zuwachs von 4,2 Prozent zu Buche, was die aktuelle Nachrichtendichte rund um Starship und das Louisiana-Projekt widerspiegelt. Zum 52-Wochen-Hoch von 194,46 Euro, erreicht im Juni, fehlen dem Titel derzeit 37 Prozent.

Regierungsaufträge und Aktionärsstruktur

Neben den technischen Fortschritten sorgen auch behördliche Vorgänge für Bewegung. Die NASA hatte bereits im Dezember 2025 in einer Beschaffungsunterlage angekündigt, einen Alleinauftrag an SpaceX vergeben zu wollen – für ein sechsmonatiges Pilotprogramm zur Erprobung von Starshield-Satellitenterminals und verschlüsselten Datendiensten, die eine redundante Kommunikation für die Deep-Space-Network-Standorte in Australien, Kalifornien und Spanien sicherstellen sollen.

Bereits Anfang Januar 2025 hatte die italienische Regierung laufende Verhandlungen über einen möglichen fünfjährigen Starshield-Vertrag im Volumen von 1,6 Milliarden Dollar für Verteidigungs- und Geheimdienstzwecke bestätigt.

Bei der Aktionärsstruktur zeigen Regulierungsunterlagen vom 22. August, dass Firmenchef Elon Musk zum 30. Juni einen Anteil von 48,4 Prozent hielt und rund 84 Prozent der Stimmrechte kontrollierte. Zusätzliche Unsicherheit könnte der Markt aus dem Auslaufen einer Lock-up-Frist ziehen: Rund 319 Millionen Aktien früher Investoren und Mitarbeiter werden am 9. September zum Verkauf freigegeben, was kurzfristig zu erhöhtem Angebotsdruck führen könnte.

Geteiltes Analystenbild

Während Wolfe Research optimistisch bleibt, äußerten sich andere Häuser deutlich zurückhaltender. DZ-Bank-Analyst Markus Leistner stufte die Aktie am 20. August wegen Bewertungsbedenken und des Angebotsüberhangs durch die Aktiensperrfristen auf „Sell“ herab.

Am selben Tag bekräftigte Morgan-Stanley-Analyst Adam Jonas dagegen ein „Buy“-Rating mit Kursziel 300 Dollar und verwies auf die aus seiner Sicht unterschätzte „Orbital-AI“-Strategie samt Grok-Werkzeugen für Unternehmenskunden.

Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 88 Prozent bleibt der Titel ein Papier für risikobereite Anleger. Zwischen dem ambitionierten Louisiana-Vorhaben, technischen Starship-Erfolgen und regulatorischer sowie Aktionärs-Dynamik zeichnet sich ein Unternehmen ab, dessen Kursentwicklung stark von der Ausführung mehrerer paralleler Großprojekte abhängt.

Anzeige

Stand heute, 17. Oktober: SpaceX – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in SpaceX investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 17. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

SpaceX: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu SpaceX

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/