Spacex will Mitte Juni an die Börse – mit einer Zielbewertung von 1,75 Billionen Dollar. Morningstar sieht das anders: Der Konzern ist nach ihrer Analyse gerade einmal 780 Milliarden Dollar wert. Eine gewaltige Lücke, die den Börsengang zur Bewährungsprobe macht.
Morningstars kritische Analyse
Die Analysten zweifeln vor allem an den Zukunftsmärkten. Das KI-Geschäft mit xAI und dem Chatbot Grok stehe in scharfer Konkurrenz zu OpenAI und Anthropic. Grok sei derzeit kein führendes Modell, so das Urteil. Auch Starlink, aktuell die wichtigste Einnahmequelle, leide unter technischen und regulatorischen Risiken.
Das Institut hält die hohen Erwartungen an orbitale Rechenzentren und KI-Integration für verfrüht. „Unsicherheit“ nennen sie die wirtschaftliche Basis dieser Segmente.
Musk gibt Sicherheiten
Um institutionelle Anleger zu beruhigen, hat Elon Musk einem strengen Lock-up zugestimmt. Für ein Jahr nach dem IPO bleiben alle seine SpaceX-Aktien gebunden. Das sind rund 42 Prozent der Anteile und 85 Prozent der Stimmrechte. Hinzu kommt: Fünf Prozent der Aktien sind für Mitarbeiter reserviert – und zwar ohne Haltefrist.
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Knappheitsstrategie für Privatanleger
SpaceX verkauft nur fünf Prozent der gesamten Aktien beim Börsengang. Davon sind rund 30 Prozent für Privatanleger reserviert. Das ist deutlich mehr als die üblichen zehn Prozent bei Groß-IPOs. Das Unternehmen setzt auf seine hohe öffentliche Bekanntheit.
Die IPO-Spekulation hat bereits erste Auswirkungen auf verbundene Werte. Ein aktualisierter Börsenprospekt ließ die Tesla-Aktie um fünf Prozent fallen. Anleger werteten darin enthaltene Klauseln zur Verflechtung beider Firmen neu.
Ausblick auf den Handel
Die Roadshow bei institutionellen Investoren startet in den kommenden Tagen. Der Börsengang ist für Ende Juni unter dem Kürzel SPCX an der Nasdaq geplant. Erreicht SpaceX die angestrebte Bewertung, wäre das Unternehmen sofort unter den wertvollsten der Welt – vergleichbar mit Meta oder Berkshire Hathaway. Der Markt muss entscheiden, ob er SpaceX für die heutige Raketen-Dominanz oder die spekulative KI-Zukunft honoriert.
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