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SpaceX Aktie: Monopol-Lob ohne Kauf

Bill Ackman würdigt Starlinks Marktdominanz, sieht aber bei SpaceX-Bewertung kein attraktives Risiko-Profil. Quartalszahlen am 4. August.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ackman: Starlink nahezu monopolartig
  • KUV von 79 schreckt Pershing Square ab
  • Erste SpaceX-Quartalszahlen am 4. August
  • Lock-up-Ende könnte Kurs belasten

Bill Ackman nennt Starlink im Podcast „nahezu ein Monopol“ – und lässt die Aktie trotzdem links liegen. Der Chef von Pershing Square Capital Management traut Elon Musk fast alles zu, formuliert aber deutliche Zweifel an der aktuellen Bewertung von SpaceX. Genau diese Mischung aus Anerkennung und Zurückhaltung sorgt für Gesprächsstoff, kurz bevor das Unternehmen am 4. August seine ersten Quartalszahlen als börsennotiertes Unternehmen vorlegt.

Ackman sieht kaum Konkurrenz, aber auch kaum Sicherheitsmarge

Im Podcast „Money Rehab with Nicole Lapin“ ordnet Ackman dem Satelliteninternet-Geschäft von Starlink eine Marktstellung zu, die kaum ein Wettbewerber erreicht. Er verweist zudem auf die Wall-Street-Faustregel, niemals gegen Musk zu wetten, den er als talentiertesten Techniker und Unternehmer seiner Generation bezeichnet.

Beim Preis zieht Ackman jedoch die Reißleine. SpaceX kam 2025 auf einen Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar, bei einer Marktkapitalisierung von rund 1,49 Billionen US-Dollar ergibt das ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa 79.

Nvidia, als teuerster Wert unter den „Magnificent Seven“, kommt lediglich auf ein KUV von rund 18,7 – nicht einmal ein Viertel des SpaceX-Niveaus. Für Pershing Square fehlt schlicht die Prognosesicherheit, um bei diesen Multiplikatoren einzusteigen.

Die Aktie reagierte am Freitagvormittag vorbörslich positiv auf die Aussagen und kletterte zeitweise auf 113,90 US-Dollar, ein Plus von 1,51 Prozent.

Lock-up-Ende und erste Zahlen als Nagelprobe

Für die Bewertungsfrage liefert der 4. August den ersten harten Datenpunkt: Dann meldet SpaceX zum ersten Mal als börsennotiertes Unternehmen Quartalszahlen. Nach Einschätzung von eToro-Marktanalyst Maximilian Wienke könnte aber ein anderes Ereignis die Kursentwicklung noch stärker prägen – das Auslaufen der ersten Lock-up-Frist für Altaktionäre, das in den Tagen danach ansteht.

Etwas Rückenwind lieferte zuletzt auch ein Auftrag der US Space Force im Volumen von 1,6 Milliarden US-Dollar für 18 Falcon-9-Starts bis Ende 2027. Der positive Kursimpuls hielt jedoch nur kurz an, die Aktie gab die Gewinne im Tagesverlauf wieder ab.

Ackmans Fazit klingt damit weniger nach Kritik am Geschäftsmodell als nach einem Plädoyer für Geduld. Ob das Wachstumstempo von SpaceX die hohe Bewertung stützen kann, zeigt sich frühestens mit den Zahlen vom 4. August und dem Verhalten der Aktie nach dem Ende der Lock-up-Frist.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.