SpaceX hat am Dienstag von Cape Canaveral aus eine Falcon 9 mit 29 Starlink-Satelliten gestartet. Es war die 100. Falcon-9-Mission des Jahres 2026, zugleich flog die Boosterstufe B1067 zum 37. Mal – ein neuer Rekordwert für die Wiederverwendung einer Trägerrakete. Medienberichten zufolge bestätigte SpaceX die erfolgreiche Aussetzung der Satelliten kurz nach dem Start.
Hohe Startfrequenz als operativer Kern
Die jüngste Mission reiht sich in eine dichte Abfolge von Starts ein. Bereits am Samstag zuvor hob von der Vandenberg Space Force Base aus die insgesamt 100. Orbitalmission des Unternehmens im laufenden Jahr ab, ebenfalls mit 29 Starlink-Satelliten an Bord.
Die Landung der Boosterstufe B1100 auf dem Drohnenschiff „Of Course I Still Love You“ verlief planmäßig. Nur zwei Tage zuvor, am 20. August, war nach einem kurzfristigen Startabbruch eine weitere Falcon 9 von Cape Canaveral gestartet, deren Booster B1078 auf der Plattform „A Shortfall of Gravitas“ landete.
Wie eng SpaceX seine Startkadenz inzwischen taktet, zeigte sich Mitte August besonders deutlich: Am 15. August gelangen dem Unternehmen zwei Falcon-9-Starts für Globalstar und die US Space Force im Abstand von nur 38,5 Minuten – ein neuer Rekord für die kürzeste Zeitspanne zwischen zwei SpaceX-Missionen. Solche Kennzahlen unterstreichen, wie stark die Wiederverwendbarkeit der Booster mittlerweile die operative Taktung des Unternehmens prägt.
Musks Starship-Aussage belastete den Kurs
Nicht jede Nachricht der vergangenen Wochen war für Anleger positiv. Am 20. August erklärte Elon Musk, der nächste Fangversuch einer Starship-Oberstufe liege noch Monate in der Zukunft. Ein konkreter Termin für die nächste Starship-Mission stand zu diesem Zeitpunkt öffentlich nicht fest.
Die Aktie gab im Anschluss an die Äußerung um rund 4 Prozent nach – ein Beleg dafür, wie stark die Erwartungen an das Starship-Programm die Kursreaktionen des Unternehmens beeinflussen, selbst wenn das Falcon-9-Geschäft ungestört weiterläuft.
Reuters berichtete zudem, dass Musk in einer aufsichtsrechtlichen Meldung zum Stichtag 30. Juni eine Beteiligung von 48,4 Prozent an SpaceX offengelegt hatte. Über die reine Eigentumsangabe hinaus enthielt die Meldung keine operativen Details.
Kursbild bleibt volatil
Das Papier schloss am Dienstag bei 118,00 Euro und legte damit um 1,9 Prozent zu. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 1,4 Prozent zu Buche, während sich der Kurs über die vergangenen 30 Tage um 18 Prozent verteuert hat.
Zum 52-Wochen-Hoch von 194,46 Euro, erreicht im Juni, fehlen der Aktie derzeit 39 Prozent – ein Abstand, der die hohe Schwankungsbreite des Titels widerspiegelt, die sich auch in einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 91 Prozent zeigt.
Für die kommenden Tage richtet sich der Blick auf ein mögliches Startfenster für die Starship-Flugmission 14 am 28. August, das laut Angaben aus FCC-Unterlagen anvisiert wird. Bestätigt ist dieser Termin bislang nicht, er wurde bislang nur über eine Zusammenfassung in sozialen Medien verbreitet.
Angesichts der jüngsten Kursreaktion auf Musks Aussage zum Starship-Programm dürfte ein tatsächlicher Starttermin die Aktie deutlich stärker bewegen als die inzwischen fast schon routinemäßigen Falcon-9-Missionen.
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