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SpaceX Aktie: B1067 erreicht 37. Start

Uneinigkeit bei Analysten prägt SpaceX-Kurs: Verkaufsempfehlungen stehen optimistischen Kurszielen gegenüber, während operative Rekorde neue Maßstäbe setzen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analysten streiten über Kursziele
  • Falcon-Ausstieg sorgt für Unsicherheit
  • Trump erwarb SpaceX-Aktien im Juni
  • Falcon-9-Booster stellt neuen Rekord auf

SpaceX bewegt sich weiter in einer Spanne, die Anleger nervös macht. Die Aktie notiert aktuell bei 117,72 Euro und legt am heutigen Dienstag um 1,6 Prozent zu, nachdem sie in den vergangenen sieben Handelstagen 5,1 Prozent verloren hatte. Auf Monatssicht steht dennoch ein Plus von 18 Prozent zu Buche – ein Zeichen für die enorme Schwankungsbreite, mit der das Papier seit dem Börsengang im Juni handelt.

Musks Falcon-Ausstieg spaltet die Analysten

Auslöser der jüngsten Nervosität ist eine Ankündigung von Elon Musk: Sobald Starship mehrmals pro Woche fliegt, will SpaceX die Falcon-Rakete auslaufen lassen. Konkret hat das Unternehmen bereits gestoppt, neue Falcon-Buchungen für die Zeit nach 2028 anzunehmen. Die Nachricht ließ die Aktie zeitweise um 2 Prozent nachgeben.

Die DZ Bank reagierte mit einer seltenen Verkaufsempfehlung und einem Kursziel von 100 US-Dollar, was einem Abwärtsrisiko von 27 Prozent entspricht. Auch Phillip-Securities-Analyst Glenn Thum bleibt skeptisch: Er verweist auf ein Investitionsvolumen im zweiten Quartal, das mit dem 2,4-Fachen des Umsatzes deutlich über dem liegt, was der Markt gewohnt ist, und auf einen operativen Verlust im Raumfahrtsegment von 542 Millionen US-Dollar. Sein Kursziel liegt ebenfalls bei 75 US-Dollar – rund 44 Prozent unter dem aktuellen Niveau.

Auf der anderen Seite steht Morgan Stanley. Analyst Adam Jonas hält an einem Kursziel von 300 US-Dollar fest und sieht im optimistischen Szenario sogar 600 US-Dollar für möglich.

Sein Argument: Der Markt bewerte das KI-Geschäft von SpaceX praktisch wie wertlos, obwohl das Segment Space & Connectivity in den vergangenen zwölf Monaten 17,9 Milliarden US-Dollar Umsatz und 8,6 Milliarden US-Dollar EBITDA erwirtschaftet habe.

Der durchschnittliche Analystenkonsens liegt bei rund 216 US-Dollar und impliziert damit ein Aufwärtspotenzial von etwa 58 Prozent gegenüber dem zuletzt gehandelten Niveau in den USA.

Politische Nebengeräusche und operative Rekorde

Für zusätzliche Schlagzeilen sorgte die Offenlegung, dass US-Präsident Donald Trump im Juni SpaceX-Aktien im Wert zwischen 15.001 und 50.000 US-Dollar erworben hat – elf Tage nach dem Börsengang. Das Weiße Haus betont, das Portfolio werde unabhängig verwaltet. Zeitgleich hatte Trump per Memo eine Zielmarke von 1.000 Starts pro Jahr bis 2030 ausgegeben, was der Aktie dennoch keinen nachhaltigen Auftrieb verschaffte.

Operativ liefert SpaceX derweil weiter ab: Am heutigen Dienstag absolvierte der Falcon-9-Booster B1067 seinen 37. Start und seine 37. Landung – ein neuer Rekord – bei einer Starlink-Mission mit 29 Satelliten von Florida aus. Es war bereits der 100. Falcon-9-Flug des Jahres 2026 und die 654. Booster-Landung insgesamt.

Bewertung bleibt der Knackpunkt

Der aktuelle Kurs liegt mit 117,72 Euro rund 3,4 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt und etwa 39 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 194,46 Euro. Für Anleger bleibt damit die zentrale Frage bestehen, die sich durch alle Analystenkommentare zieht: Rechtfertigt das KI- und Starlink-Geschäft die hohe Bewertung, oder überwiegen die Kapitalkosten des Starship-Programms und die Unsicherheit um den Falcon-Ausstieg? Die Spanne der Kursziele von 75 bis 300 US-Dollar zeigt, wie unterschiedlich diese Frage derzeit beantwortet wird.

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Diskussion zu SpaceX

Dr. Robert Sasse

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Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

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