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SpaceX Aktie: 6,45 Milliarden Pentagon-Aufträge vor IPO

Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX strebt eine Bewertung von 1,8 Billionen Dollar an. Der Börsengang ist für den 12. Juni geplant.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Börsendebüt am 12. Juni 2026
  • Bis zu 75 Milliarden Dollar Kapital
  • Milliardenschwere Pentagon-Aufträge
  • Nettoverlust durch KI-Investitionen

Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX geht an die Börse. Mit einer angestrebten Bewertung von mindestens 1,8 Billionen Dollar wäre es der größte Börsengang aller Zeiten. Der Zeitplan steht.

Am 12. Juni soll die Aktie unter dem Kürzel SPCX an der Nasdaq starten. Zuvor beginnt am 4. Juni das Roadshow-Marketing, die endgültige Preisfestsetzung erfolgt am 11. Juni. Bis zu 75 Milliarden Dollar will SpaceX mit dem IPO einsammeln.

Pentagon erteilt Milliardenaufträge

Denkbar günstig kommt der Börsengang nach einer Rekordwoche für das Unternehmen. Die US Space Force vergab am 29. Mai einen 4,16 Milliarden Dollar schweren Auftrag für das SB-AMTI-Satellitennetzwerk zur Bedrohungserkennung. Bereits wenige Tage zuvor hatte SpaceX einen Zuschlag über 2,29 Milliarden Dollar für ein Weltraum-Datennetz erhalten.

Zusammen mit kleineren Vereinbarungen, darunter 70 Millionen Dollar für die Starshield-Sparte, sicherte sich SpaceX innerhalb von sieben Tagen Regierungsaufträge im Volumen von rund 6,45 Milliarden Dollar. Diese Projekte sind Teil der strategischen „Golden Dome“-Initiative. SpaceX hält davon mittlerweile einen größeren Anteil als alle elf anderen beteiligten Unternehmen zusammen.

Verluste trotz Milliardenumsätzen

Für das Gesamtjahr 2025 wies SpaceX einen Nettoverlust von 4,94 Milliarden Dollar aus. Die Ursache: massive Investitionen in KI-Infrastruktur und das Chip-Projekt „Terafab“.

Gleichzeitig wächst das Kerngeschäft rasant. Starlink, der Satelliteninternetdienst, zählte im ersten Quartal 2026 über 10,3 Millionen Abonnenten in 100 Ländern. Die Einheit gilt als wichtigster Umsatztreiber.

Orbital AI als Zukunftsstory

SpaceX setzt nicht nur auf Raketenstarts und Internet. Das Unternehmen baut eine neue Sparte auf: weltraumgestützte Datenverarbeitung. Eine Partnerschaft mit dem KI-Unternehmen Anthropic ist bekannt. Ab 2028 sollen orbitale Rechenzentren in Betrieb gehen.

Die Idee dahinter: Die Starship-V3-Rakete kann schwere Nutzlasten transportieren. Im Vakuum des Alls lässt sich Rechenleistung ohne Kühlungsprobleme und mit konstanter Solarenergie betreiben. Ein Milliardenmarkt, den SpaceX früh besetzen will.

Governance im Fokus

Institutionelle Anleger beobachten vor dem IPO vor allem eines: die hohe Stimmrechtskonzentration bei CEO Elon Musk. Mehrere Analysehäuser haben darauf hingewiesen. Die Unternehmensstruktur bleibt ein kontroverses Thema für große Investoren.

Der Countdown für den größten Börsengang der Geschichte läuft. Am 4. Juni beginnen die Roadshows.

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