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Symbolbild, KI-generiert

SpaceX Aktie: 60-Milliarden-Übernahme von Anysphere

SpaceX schließt milliardenschwere Cursor-Übernahme ab und baut KI-Softwaresparte aus. Aktie verliert trotzdem 4,2 Prozent.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Cursor-Deal für 60 Mrd. Dollar
  • Musk hält 48,4 Prozent
  • Aktie verliert 4,2 Prozent
  • Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch

SpaceX hat die Übernahme des KI-Coding-Startups Anysphere, bekannt unter der Marke Cursor, abgeschlossen. Der Deal hat ein Volumen von 60 Milliarden Dollar und wurde vollständig in Aktien abgewickelt. SpaceX gab dafür 389.289.254 Class-A-Aktien aus, deren Bewertung sich am volumengewichteten Durchschnittskurs der vorangegangenen sieben Handelstage orientierte.

Die Übernahme reiht sich in die Strategie ein, mit der SpaceX seine Softwareaktivitäten neben Starlink und dem Raketengeschäft ausbaut. Erst im Februar hatte das Unternehmen den KI-Anbieter xAI übernommen.

Firmenchef Elon Musk erklärte am Mittwoch bei einem unternehmensweiten Update, die monatlichen Erlöse aus der KI-Sparte dürften im kommenden Monat erstmals die Umsätze aus Starlink und den Raketenstarts übersteigen. Mit Cursor kommt nun ein weiterer Baustein hinzu, der die Softwareseite des Konzerns stärkt.

Musk hält fast die Hälfte des Unternehmens

Parallel zur Cursor-Übernahme legte Elon Musk eine Pflichtmitteilung nach dem sogenannten Schedule-13G-Verfahren vor. Darin weist er einen Anteil von 48,4 Prozent an SpaceX aus – eine Folge des jüngsten Börsengangs des Unternehmens. Damit bleibt Musk trotz der breiteren Aktionärsbasis nach dem Listing der mit weitem Abstand größte Einzelaktionär.

Auch andere Insider bauen ihre Positionen aus: Verwaltungsratsmitglied Antonio J. Gracias meldete über Valor-nahe Gesellschaften am Dienstag einen wirtschaftlichen Anteil von 503.414.530 Class-A-Aktien, was einer Beteiligung von 6,5 Prozent entspricht.

Institutionelle Investoren steigen ein, doch Aktie gibt nach

Trotz der milliardenschweren Übernahme und der prominenten Insider-Meldungen reagierte die Aktie am heutigen Freitag mit Verlusten. Das Papier notiert bei 117,44 Euro und büßt im Tagesverlauf 4,2 Prozent ein, nachdem es am Donnerstag noch bei 122,54 Euro geschlossen hatte.

Belastend wirkten Berichten zufolge ein für das zweite Quartal 2026 gemeldeter Investitionsschub von 18,4 Milliarden Dollar sowie anhaltende Sorgen über die stufenweise auslaufenden Sperrfristen für Insider-Aktien, von denen im Oktober und im Dezember weitere Tranchen freigegeben werden sollen.

Institutionelle Investoren zeigen sich davon bislang unbeeindruckt: Morgan Stanley baute laut aktuellen Pflichtmeldungen eine neue Position von 2,3 Milliarden Dollar auf, auch Wealthcare Advisory Partners und BNP Paribas stiegen neu ein. Das signalisiert, dass große Adressen die jüngste Kursschwäche eher als Einstiegsgelegenheit denn als Warnsignal werten.

Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch

Der Konsens von 40 beobachtenden Analysehäusern fällt klar zugunsten der Aktie aus: 75 Prozent empfehlen SpaceX zum Kauf, der mediane Kursziel liegt bei 217 Dollar. Bereits Anfang August hatte Goldman-Sachs-Analyst Eric Sheridan sein Kursziel für die Aktie auf 220 Dollar angehoben und dabei Fortschritte im KI-Infrastrukturgeschäft rund um den Supercomputer Colossus hervorgehoben.

Untermauert wird der Optimismus von den jüngsten Geschäftszahlen: Im zweiten Quartal 2026 erzielte SpaceX einen Konzernumsatz von 7,81 Milliarden Dollar, ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust belief sich auf 541 Millionen Dollar beziehungsweise 0,09 Dollar pro Aktie und fiel damit erheblich geringer aus als von Analysten mit einem Verlust von 0,26 Dollar pro Aktie erwartet.

Für Anleger verdichten sich damit zwei gegenläufige Erzählungen: Auf der einen Seite wächst SpaceX über Zukäufe wie Cursor rasant in Richtung eines KI-Software-Konzerns, auf der anderen Seite sorgen auslaufende Sperrfristen und steigende Investitionsausgaben für Nervosität im Kurs. Wie sich diese Spannung auflöst, dürfte sich an den kommenden Lockup-Terminen im Oktober und Dezember zeigen.

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