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Symbolbild, KI-generiert

SpaceX Aktie: 4,7 Prozent Minus nach zweiter Lockup-Freigabe

Die zweite Sperrfrist-Freigabe von 319 Millionen SpaceX-Aktien drückt den Kurs um 4,7 Prozent, während das operative Geschäft stark bleibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrutsch um 4,7 Prozent
  • 319 Millionen Aktien freigegeben
  • 100. Mission im Jahr 2026
  • Umsatz übertrifft Erwartungen deutlich

SpaceX-Aktien geraten am heutigen Donnerstag erneut unter Druck. Der Kurs fällt um 4,7 Prozent auf 114,02 Euro, nachdem bereits gestern eine Freigabewelle von Altaktien den Markt belastet hatte. Auslöser ist die zweite Sperrfrist-Freigabe seit dem Börsengang: Rund 319 Millionen Aktien wurden im Rahmen der sogenannten 70-Tage-Tranche handelbar.

Zweite Freigabewelle binnen zwei Wochen

Bereits am 6. August waren rund 911,5 Millionen Aktien aus einer ersten Lockup-Freigabe in den Markt gelangt und hatten den frei handelbaren Anteil an SpaceX von etwa 5 auf 12 Prozent des Gesamtaktienbestands erhöht.

Die nun folgende zweite Tranche vergrößert den verfügbaren Streubesitz weiter. Für Anleger bedeutet das mehr Angebot an Papieren, während die Nachfrageseite bislang nicht mitzieht – ein klassisches Muster nach Börsengängen mit gestaffelten Haltefristen für Frühinvestoren und Mitarbeiter.

Operatives Geschäft läuft weiter auf Hochtouren

Während die Kapitalmarktseite belastet, zeigt sich das operative Geschäft robust. Am Mittwoch gelang SpaceX mit dem Start von 24 Starlink-Satelliten der Gruppe 17-50 von der Vandenberg Space Force Base die 100. erfolgreiche Mission des Jahres 2026. Die Starlink-Konstellation umfasst damit aktuell 11.003 Satelliten im Orbit.

Zusätzlich wurde die Oberstufe „Ship 40“ des Starship-Programms, die am 24. Juli intakt im Indischen Ozean gelandet war und danach 24 Tage lang trieb, zur technischen Analyse nach Christmas Island geschleppt.

Für Ende August ist zudem der Startversuch von Starship Flight 14 in Starbase, Texas, angesetzt – erstmals sollen dabei Starlink-Satelliten der Version 3 in den operativen Orbit gebracht und ein Bergungsversuch der Oberstufe unternommen werden.

Bewertungsdebatte hält an

Die massive Ausweitung des Streubesitzes befeuert weiterhin die Diskussion um die Bewertung des Unternehmens. NYU-Stern-Professor Scott Galloway hatte am Dienstag öffentlich eine bärische Einschätzung abgegeben und die Aktie als „crazy overvalued“ bezeichnet, mit einem fairen Wert von lediglich 10 bis 30 US-Dollar pro Anteil. Er begründete dies mit Marktmechaniken und einem künstlich niedrigen Streubesitz vor den Lockup-Freigaben.

Operativ bleibt das Bild dagegen positiv: Anfang August hatte SpaceX für das zweite Quartal einen Umsatz von 7,81 Milliarden US-Dollar gemeldet, deutlich über der Konsensschätzung von 6,82 Milliarden US-Dollar, bei einem bereinigten EBITDA von 3,54 Milliarden US-Dollar. Die Starlink-Sparte erreichte dabei die Marke von 12 Millionen aktiven Abonnenten.

Regulatorisches Risiko im Blick

Parallel zur Marktdynamik beobachten Investoren ein Vorhaben der US-Luftfahrtbehörde FAA, die Genehmigungen für kommerzielle Raumfahrtstarts und Wiedereintritte von 13 Bundesumweltgesetzen auszunehmen, darunter den Endangered Species Act.

Die öffentliche Kommentierungsfrist zu diesem Vorschlag läuft noch bis zum 31. August, Umwelt- und Stammesorganisationen haben bereits deutlichen Widerstand angemeldet. Für SpaceX als größten Nutznießer erleichterter Startgenehmigungen ist der Ausgang dieses Verfahrens von Bedeutung für künftige Startkadenzen.

Der Kurs notiert derzeit rund 8,3 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 124,38 Euro – ein Hinweis darauf, dass die jüngste Schwäche über eine kurzfristige Reaktion hinausgeht und die laufende Freigabe von Altaktien den Kurs strukturell belastet.

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