Mit Einnahmen von 75 Milliarden Dollar bricht SpaceX alle Rekorde. Das Raumfahrtunternehmen feiert heute sein Debüt an der Nasdaq. Der Ausgabepreis liegt bei 135 Dollar je Aktie.
Damit erreicht der Konzern aus dem Stand eine Marktkapitalisierung von 1,77 Billionen Dollar. SpaceX katapultiert sich direkt auf Platz sieben der wertvollsten US-Unternehmen. Den bisherigen Emissionsrekord von Saudi Aramco pulverisiert Elon Musks Firma mühelos.
Unter dem Kürzel SPCX verzeichneten die Banken eine enorme Nachfrage. Die Emission war mehr als vierfach überzeichnet. SpaceX reservierte einen ungewöhnlich großen Anteil für Privatanleger. Diese platzierten Kaufaufträge im Wert von über 100 Milliarden Dollar. Ein Konsortium um Goldman Sachs und Morgan Stanley hält eine Mehrzuteilungsoption. Ziehen die Banken diese, fließen weitere 11,2 Milliarden Dollar in die Kassen.
Starlink liefert, KI kostet
Ein Blick in die Bücher zeigt tiefe Kontraste. Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz um 33 Prozent auf 18,7 Milliarden Dollar. Unter dem Strich stand jedoch ein Nettoverlust von knapp fünf Milliarden Dollar.
Die Gewinne kommen fast ausschließlich vom Satelliten-Internet Starlink. Der Dienst steuerte mit seinen 10,3 Millionen Abonnenten gut 11,4 Milliarden Dollar zum Gesamtumsatz bei.
Auf der anderen Seite fressen massive Investitionen die Einnahmen auf. SpaceX pumpt extrem viel Geld in das Raketensystem Starship und in Künstliche Intelligenz. Allein im ersten Quartal 2026 investierte der Konzern 10,1 Milliarden Dollar. Davon flossen 7,7 Milliarden Dollar direkt in neue KI-Infrastruktur.
Analysten streiten über den Wert
An der Wall Street sorgt die hohe Bewertung für heftige Debatten. Die Expertenmeinungen gehen weit auseinander:
- Oppenheimer rät zum Kauf mit einem Kursziel von 190 Dollar. Die Analysten verweisen auf einen gigantischen adressierbaren Markt durch KI-Wachstum.
- New Street Research setzt das Ziel auf 165 Dollar.
- Morningstar warnt vor einer extrem spekulativen Bewertung. Sie sehen den fairen Wert bei nur 63 Dollar, was einer Marktkapitalisierung von 830 Milliarden Dollar entspricht.
Die Skeptiker von Morningstar begründen ihre Vorsicht mit harten Zahlen. Sie verweisen auf ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 90. Dazu kommt ein kumulierter Fehlbetrag von 41,3 Milliarden Dollar seit der Firmengründung. Ein immenses Risiko.
Elon Musk behält trotz des Börsengangs die Zügel fest in der Hand. Über spezielle Aktienklassen kontrolliert er weiterhin 82 Prozent der Stimmrechte. Für ihn und andere Insider gilt nun eine einjährige Sperrfrist für Aktienverkäufe. Der nächste Meilenstein steht bereits fest. Innerhalb der nächsten 15 Handelstage rückt SpaceX per Schnellverfahren in den Nasdaq 100 Index auf.
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