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SpaceX Aktie: 16,8 Milliarden für Terafab

SpaceX und Tesla planen eine riesige Halbleiterfertigung in Texas. Die KI-Sparte von SpaceX verzeichnete zuletzt ein Umsatzplus von 247 Prozent.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 16,8 Mrd. Dollar Startinvestition für Chipwerk
  • Texas fördert Projekt mit 30 Millionen
  • KI-Umsatz von SpaceX wächst um 247 Prozent
  • Analysten erhöhen Kursziele nach Quartalszahlen

SpaceX und Tesla investieren gemeinsam 16,8 Milliarden Dollar in eine neue Halbleiterfabrik in Grimes County, Texas. Das Werk mit dem Namen Terafab soll auf mehr als 100 Millionen Quadratfuß Fläche entstehen und über mehrere Bauphasen hinweg Gesamtkosten von bis zu 119 Milliarden Dollar verursachen. Die Anlage soll Chips für Teslas Optimus-Roboter und Cybercabs liefern – und für die weltraumgestützten Rechenzentren von SpaceX.

Staatliche Förderung und erste Jobs

Für die erste Bauphase rechnen die Unternehmen mit mehr als 3.000 neuen Arbeitsplätzen. Der Bundesstaat Texas unterstützt das Projekt über den Texas Enterprise Fund mit einem Zuschuss von 30 Millionen Dollar an SpaceX. Damit reiht sich die Chipfabrik in eine Serie großer Infrastrukturvorhaben ein, mit denen SpaceX seine Ambitionen im Bereich künstliche Intelligenz untermauert.

Bereits die jüngste Quartalsbilanz, seit deren Veröffentlichung vor gut einer Woche die Aktie um 9,4 Prozent zugelegt hat, zeigte, wie stark dieses Segment inzwischen wiegt: Die KI-Sparte steuerte 2,6 Milliarden Dollar Umsatz bei, ein Plus von 247 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt erreichte der Konzernumsatz 7,8 Milliarden Dollar, 92 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und deutlich über den von Analysten erwarteten 6,93 Milliarden Dollar.

Die Investitionsausgaben spiegeln diesen Kurs wider. Im vergangenen Quartal flossen 18,4 Milliarden Dollar in Sachanlagen, davon allein 15,83 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. Mit der Terafab setzt SpaceX diesen Weg konsequent fort und sichert sich zugleich eine eigene Fertigungsbasis für die Chips, die sowohl seine Datenzentren im All als auch die Robotik-Sparte von Tesla antreiben sollen.

Aktie bleibt trotz Rally unter altem Niveau

Am Markt kommt das Investitionsprogramm bislang gut an, auch wenn die jüngste Kursdynamik durch mehrere Faktoren getrieben wird – darunter der Ablauf der Sperrfrist für Insider-Aktienverkäufe am vergangenen Donnerstag, seit dem das Papier um 19,5 Prozent gestiegen ist. Auf Wochensicht steht bei SpaceX ein Plus von 9,38 Prozent zu Buche.

Am heutigen Dienstag gibt die Aktie bei 119,00 Euro um 0,68 Prozent nach. Von ihrem 52-Wochen-Hoch bleibt das Papier mit einem Abstand von 38,80 Prozent aber weiterhin deutlich entfernt – ein Hinweis darauf, dass die Erholung der vergangenen Wochen die zwischenzeitlichen Verluste noch nicht wettgemacht hat.

Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial

Mehrere Analysehäuser reagierten in der vergangenen Woche auf die starken Quartalszahlen. Argus Research stufte SpaceX am Donnerstag von Hold auf Buy hoch und nannte ein Kursziel von 160 Dollar.

Die Analysten zeigten sich demnach von der schnellen Amortisation der KI-Infrastrukturinvestitionen überzeugt und rechnen mit einer annualisierten Umsatzrate von rund 100 Milliarden Dollar bis Jahresende sowie 110 Milliarden Dollar im Jahr 2027. Morgan Stanley bekräftigte am selben Tag sein Overweight-Rating mit einem Basis-Kursziel von 300 Dollar und verwies auf die starke Umsatz- und Ertragsentwicklung im zweiten Quartal trotz der zuletzt hohen Kursschwankungen.

Raumfahrtgeschäft läuft parallel weiter

Während die Chip- und KI-Investitionen die Schlagzeilen dominieren, läuft das angestammte Raketengeschäft unvermindert weiter. Am Mittwoch brachte eine Falcon 9 von Cape Canaveral 29 Starlink-Satelliten ins All, es war der 72. Starlink-Start des Jahres und zugleich der 93. Falcon-9-Flug 2026 insgesamt.

Einen Tag zuvor waren bereits drei BlueBird-Satelliten von AST SpaceMobile sowie 24 weitere Starlink-Satelliten von der Vandenberg Space Force Base gestartet. Die Starlink-Sparte selbst wächst rasant: Die Abonnentenzahl hat sich binnen eines Jahres auf 12 Millionen verdoppelt.

Beim Starship-Programm bereitet SpaceX unterdessen den nächsten großen Testflug vor. Für August ist der Erstflug der V3-Variante mit Booster 21 und Ship 41 geplant, der erstmals auch einen Fangversuch des Oberstufenschiffs beinhalten könnte.

Der vorangegangene Flug Ende Juli hatte trotz einer harten Wasserung des Boosters im Golf von Mexiko wichtige Fortschritte gebracht, darunter die erfolgreiche Wiederzündung der Triebwerke im All und den Einsatz von 20 Starlink-Satelliten der dritten Generation.

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Diskussion zu SpaceX

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.