Kaum an der Börse, schon im All. SpaceX hat am Montag seine erste Orbitalmission als börsennotiertes Unternehmen abgeschlossen — und die Aktie zieht weiter an.
1.500 Satelliten in einem Jahr
Früh am Montagmorgen hob eine Falcon-9-Rakete vom Vandenberg Space Force Base in Kalifornien ab. Sie brachte 24 Starlink-V2-Mini-Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn. Damit hat SpaceX in diesem Jahr bereits 1.500 Starlink-Satelliten gestartet — rund 250 pro Monat.
Die Erststufe des Boosters absolvierte ihren 14. Flug und landete planmäßig auf dem Drohnenschiff „Of Course I Still Love You“ im Pazifik. Für Investoren sendet das ein klares Signal: Das operative Kerngeschäft läuft stabil, auch nach dem Börsengang.
Kurs klettert, Marktkapitalisierung übertrifft zwei Billionen Dollar
Die Aktie unter dem Kürzel SPCX legte am Montag früh mehr als sechs Prozent zu und erreichte rund 171,91 Dollar. Der IPO war zu 135 Dollar gepreist worden und schloss am ersten Handelstag bei 160,95 Dollar.
Die Marktkapitalisierung übersteigt inzwischen 2,1 Billionen Dollar. Der Börsengang selbst war der größte in der Finanzgeschichte: SpaceX nahm rund 75 Milliarden Dollar durch den Verkauf von 555,6 Millionen Aktien der Klasse A ein. Goldman Sachs und Morgan Stanley führten das Konsortium an und halten noch 30 Tage lang eine Mehrzuteilungsoption über weitere 83,3 Millionen Aktien.
Milliardenverlust trotz profitabler Segmente
Erstmals bekommen Anleger Einblick in die internen Finanzen. Die Segmente Konnektivität (Starlink) und Raumfahrt schreiben auf bereinigter EBITDA-Basis schwarze Zahlen. Auf Konzernebene steht jedoch ein Nettoverlust von 4,28 Milliarden Dollar für das erste Quartal — getrieben von massiven Investitionen in das KI-Segment SpaceXAI und die Entwicklung des Starship-Trägersystems.
CEO Elon Musk hat ambitionierte Ziele ausgegeben. Er peilt bis 2030 einen Jahresumsatz von einer Billion Dollar an — durch den Ausbau der Satellitenkonstellation und künftige kommerzielle Starship-Missionen. Ob das realistisch ist, werden die Quartalszahlen zeigen müssen. Den ersten öffentlichen Quartalsbericht plant SpaceX für September.
Der Börsengang zieht auch andere Raumfahrtwerte mit. Rocket Lab profitierte von einem leichten Kursanstieg im Windschatten des SPCX-Starts. Virgin Galactic hingegen geriet unter Druck — die unterschiedlichen Fundamentaldaten machen den Unterschied.
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