SpaceX hat in der Nacht zum Sonntag einen Doppelstart absolviert. Eine Falcon 9 brachte 21 Starlink-Satelliten und zwei militärische Starshield-Satelliten ins All. Die Mission fällt in die Woche des größten Börsengangs der Geschichte.
Start mit militärischer Fracht
Die Rakete hob um 04:24 UTC von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien ab. Der Booster B1097 landete nach seinem zehnten Flug auf dem Drohnenschiff. Starshield ist eine speziell für Regierungsbehörden entwickelte Variante des Starlink-Netzwerks. Sie bietet verbesserte Sicherheitsfunktionen und militärische Verschlüsselung.
Mit diesem Start hat SpaceX inzwischen über 12.200 Satelliten ins All gebracht. Rund 9.200 davon sind derzeit aktiv.
Die Börsenwoche: Termine und Volumen
Am 11. Juni wird der endgültige Ausgabepreis festgelegt. Einen Tag später, am 12. Juni, startet der Handel an der Nasdaq unter dem Kürzel SPCX. SpaceX verkauft dafür 555,6 Millionen Aktien. Der Emissionspreis liegt bei 135 Dollar je Anteil.
Das Unternehmen will rund 75 Milliarden Dollar einsammeln. Das wäre der größte Börsengang aller Zeiten. Bis zu 25 Prozent der Aktien sind für Privatanleger reserviert – ein ungewöhnlich hoher Anteil.
Unterschiedliche Signale vom Sekundärmarkt
Der Wert der SpaceX-Aktie schwankt auf privaten Handelsplattformen. Auf Forge liegt der Preis bei 128,90 Dollar, auf Hiive bei 142,07 Dollar. Der IPO-Preis von 135 Dollar liegt dazwischen.
Goldman Sachs führt das Konsortium der begleitenden Banken an. Morgan Stanley, Bank of America und JPMorgan sind ebenfalls dabei. Die Gebühren belaufen sich auf geschätzte 500 Millionen Dollar.
Starship rüstet für den nächsten Test
Parallel bereitet SpaceX den 13. Flug des Starship vor. Booster 20 und Ship 40 stehen auf dem Prüfstand in Texas. Der Zwölftflug im Mai hatte die neue V3-Architektur mit Raptor-3-Triebwerken eingeführt.
Der Fokus der nächsten Tage liegt jedoch auf dem Börsendebüt. SpaceX investiert die Milliarden in den Ausbau des Starshield-Programms und die Entwicklung des Starship. Am 12. Juni beginnt der Handel – dann zeigt sich, ob die Nachfrage den Erwartungen standhält.
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