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Symbolbild, KI-generiert

SpaceX: 320 Millionen Aktien am Donnerstag freigegeben

SpaceX gibt 320 Millionen Aktien im Wert von 43,7 Milliarden Dollar frei. Trotz hoher Volatilität steigen institutionelle Investoren ein, Analysten streiten über den fairen Wert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Riesige Aktienfreigabe am Donnerstag
  • Institutionelle Anleger stocken auf
  • Analysten uneins über Bewertung
  • Umsatz wächst um 92 Prozent

SpaceX steht vor einer der größten Aktienfreigaben der Börsengeschichte: Am Donnerstag werden rund 320 Millionen zuvor gesperrte Aktien im Wert von etwa 43,7 Milliarden Dollar handelbar. Das entspricht dem 3,4-Fachen des Freitags-Handelsvolumens. Anleger fragen sich, ob der Verkaufsdruck die jüngste Erholung der Aktie wieder zunichtemachen kann.

Die vergangenen Wochen zeigten bereits, wie heftig der Titel schwanken kann. Nach dem Börsengang am 12. Juni zu 135 Dollar je Aktie stieg das Papier zunächst auf ein Hoch von 225,64 Dollar, ehe es sich mehr als halbierte.

Anfang August lag die Marktkapitalisierung bei rund 1,4 Billionen Dollar, eine Woche später näherte sie sich bereits wieder der 2-Billionen-Dollar-Marke – ohne dass sich an den fundamentalen Daten des Unternehmens etwas geändert hätte. Der erste Ablauf einer Sperrfrist Anfang August löste keine befürchtete Verkaufswelle aus, sondern eine rund 40-prozentige Rally.

Im deutschen Handel schloss die Aktie am Freitag bei 120,96 Euro, ein Minus von 1,2 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 5,1 Prozent zu Buche, der Titel notiert damit rund 33 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief vom 3. August.

Zum 52-Wochen-Hoch vom 16. Juni fehlen allerdings noch 38 Prozent – ein Abstand, der die enorme Schwankungsbreite des Papiers seit dem Börsengang widerspiegelt. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 93 Prozent unterstreicht, dass SpaceX zu den nervösesten Großwerten am Markt zählt.

Institutionelle Investoren steigen breit ein

Trotz der Turbulenzen bauen namhafte Adressen ihre Positionen auf. Der norwegische Staatsfonds Government Pension Fund Global mit einem Volumen von 2,3 Billionen Dollar meldete erstmals eine Beteiligung im Wert von 1,22 Milliarden Dollar zum Stichtag 30. Juni.

Die Harvard Management Company hält mittlerweile SpaceX-Aktien im Wert von 2,2 Milliarden Dollar – die größte Einzelposition im 4,3 Milliarden Dollar schweren US-Aktienportfolio der Universität.

Auch die australische Investorin Gina Rinehart über Hancock Prospecting sowie der australische Pensionsfonds AustralianSuper sind eingestiegen, letzterer bislang mit einer vergleichsweise kleinen Position von 73.500 Aktien und weiterhin zurückhaltend nach zwei volatilen Monaten seit dem Listing.

Analysten uneinig über den fairen Wert

Die Einschätzungen zur Bewertung gehen weit auseinander. Morgan Stanley sieht ein Kursziel von 300 Dollar je Aktie, gestützt auf das KI-Wachstumspotenzial rund um die Übernahme der Programmierplattform Cursor sowie das Wachstum von Starlink, das im zweiten Quartal 12 Millionen Abonnenten und 10.200 Satelliten zählte.

Der Analyst Aaron Burnett von Mach33 Financial Group geht in einem CNBC-Interview sogar von einer Bewertung im zweistelligen Billionenbereich in den 2030er-Jahren aus und betrachtet SpaceX zunehmend als KI-Plattform statt reinen Raketenbetreiber.

Kritischer äußert sich hingegen Goldman Sachs, das bis 2029 einen negativen freien Cashflow von 105 Milliarden Dollar prognostiziert. Der Leerverkäufer Jim Chanos hält die aktuelle Bewertung von 1,75 Billionen Dollar für nicht gerechtfertigt, der Bewertungsexperte Aswath Damodaran taxiert den fairen Wert auf lediglich 1,3 Billionen Dollar.

Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz um 92 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar bei einem operativen Ergebnis von 3,5 Milliarden Dollar auf EBITDA-Basis, während die Investitionsausgaben mit 18,4 Milliarden Dollar hoch blieben.

Für Anleger bleibt damit die entscheidende Frage, ob das Wachstumstempo die massiven Investitionen in Starlink, Starship und die KI-Sparte rund um Cursor rechtfertigt – oder ob die bevorstehende Aktienfreigabe am Donnerstag zunächst für neuen Verkaufsdruck sorgt.

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