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Symbolbild, KI-generiert

SpaceX: 319 Millionen Aktien ab 20. August

SpaceX-Papier legt binnen Wochenfrist um 7,2 Prozent zu, bleibt aber 34 Prozent unter dem Hoch. Analysten streiten über Kursziele zwischen 75 und 600 Dollar.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursplus von 6,2 Prozent am Montag
  • Analysten streiten über Kursziele
  • Umsatz verdoppelt, Verlust wächst
  • Leerverkäufe sinken deutlich

SpaceX-Aktien springen am heutigen Montag um 6,2 Prozent auf 128,52 Euro und setzen damit eine Erholung fort, die den Kurs binnen einer Woche um 7,2 Prozent nach oben getrieben hat.

Über 30 Tage steht sogar ein Plus von 19 Prozent zu Buche. Dennoch bleibt das Papier rund 34 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 194,46 Euro – ein Hinweis darauf, wie tief der Kursrutsch der vergangenen Wochen tatsächlich war.

Die Erholung fällt in eine Phase heftiger Volatilität. Analysten und Investoren rangen zuletzt um die Frage, ob der scharfe Ausverkauf nach dem Rekord-Börsengang übertrieben war oder ob die hohe Bewertung tatsächlich Risiken widerspiegelt. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 93 Prozent zeigt, wie nervös der Markt das Papier weiterhin handelt.

Analysten uneins wie selten

Kaum ein Wert polarisiert Analysten derzeit so stark wie SpaceX. UBS-Analyst John Hodulik bekräftigte am heutigen Montag seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 210 Dollar und verweist auf das Wachstumspotenzial von Starlink. Er rechnet mit einem Anstieg der US-Abonnentenzahlen von aktuell drei Millionen auf sechs Millionen bis Ende 2027 und zwanzig Millionen bis 2031. Morgan Stanley geht noch weiter: Analyst Adam Jonas sieht im jüngsten Kursrückgang eine Kaufgelegenheit und hält eine Verdopplung für möglich, im Bull-Case nennt das Haus sogar 600 Dollar als Ziel.

Auf der anderen Seite steht Phillip Securities mit einer klaren Verkaufsempfehlung und einem Kursziel von 75 Dollar – ein Abschlag von 47 Prozent gegenüber dem zuletzt genannten Niveau. Das Haus verweist auf die Kundenkonzentration im KI-Geschäft: Ein einziger KI-Kunde steuerte im zweiten Quartal 19,5 Prozent des Umsatzes bei, vor einem Jahr waren es noch weniger als zehn Prozent.

Cloud-Kunden könnten zudem mit nur 90 Tagen Kündigungsfrist aussteigen. Insgesamt bewerten laut Datenanbietern 28 von 35 Analysten die Aktie mit Kaufen, der Konsens-Kursziel liegt bei 227 Dollar.

Geschäftszahlen zeigen rasantes, aber teures Wachstum

Die Geschäftszahlen liefern Argumente für beide Lager. Der Umsatz verdoppelte sich im zweiten Quartal auf 7,8 Milliarden Dollar, Starlink wuchs um 66 Prozent auf 4,29 Milliarden Dollar, das KI-Geschäft explodierte um 250 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar.

Gleichzeitig weitete sich der operative Verlust auf 542 Millionen Dollar aus, während die Investitionen das 2,4-Fache des Umsatzes erreichten. Diese schuldenfinanzierte Expansion gilt als einer der Hauptgründe für den vorangegangenen Kurseinbruch, der binnen dreier Handelstage einen Marktwertverlust von mehr als 600 Milliarden Dollar zur Folge hatte und den Kurs zeitweise unter den IPO-Preis drückte.

Unterstützung erhält die Aktie auch von prominenten Investoren: Nvidia hält über 122 Millionen SpaceX-Aktien, deren Wert seit dem Höchststand von rund 21 Milliarden auf etwa 17,2 Milliarden Dollar gesunken ist. Alphabet wiederum verbuchte aus seiner 2015 getätigten Investition von 900 Millionen Dollar einen Buchwert von 94 Milliarden Dollar – mehr als das Hundertfache des Einsatzes.

Leerverkäufer ziehen sich zurück

Ein Signal für die aktuelle Erholung liefert der Optionsmarkt: Der Anteil der Leerverkäufe am frei handelbaren Streubesitz fiel von einem Spitzenwert von 34 Prozent in der Vorwoche auf zuletzt rund 11 Prozent. Der Kurs hat sich damit bereits mehr als 30 Prozent von seinem Tief erholt, was den Druck auf Shortpositionen erhöht.

Technisch bleibt die Marke von 150 Dollar im US-Handel als Widerstand entscheidend, während der anstehende Ablauf einer Aktiensperrfrist am 20. August rund 319 Millionen zusätzliche Aktien handelbar macht – ein Ereignis, das kurzfristig für neuen Verkaufsdruck sorgen könnte. Für Anleger bleibt SpaceX damit ein Wert mit außergewöhnlichem Wachstum, aber ebenso außergewöhnlicher Bewertungsunsicherheit.

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