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SpaceX: 1,8 Millionen Optionskontrakte am Handelstag

SpaceX überholt Amazon an der Börse, während Optionen-Rekorde und eine Milliardenübernahme für Spannung sorgen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • SpaceX überholt Amazon an Marktkapitalisierung
  • Rekord beim ersten Optionshandel mit SpaceX
  • Elon Musk wird kurzzeitig erster Billionär
  • Übernahme von KI-Firma Anysphere bestätigt

SpaceX hat Amazon überholt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 2,65 Billionen Dollar verdrängte der Raketenbauer den E-Commerce-Konzern auf Platz sechs der wertvollsten börsennotierten Unternehmen weltweit. Seit dem IPO-Preis von 135 Dollar hat die Aktie bereits knapp 50 Prozent zugelegt — und der Markt dreht gerade erst auf.

Optionsmarkt bricht alle Rekorde

Der erste Handelstag mit SpaceX-Optionen setzte einen historischen Maßstab. 1,8 Millionen Kontrakte wechselten den Besitzer — fünfmal mehr als beim bisherigen Rekordhalter Meta, der 2012 auf 364.000 Kontrakte kam. Insgesamt flossen rund 2,8 Milliarden Dollar in Optionsprämien.

Call-Optionen überwogen Puts im Verhältnis 1,3 zu 1. Zeitweise wurden 10.000 Kontrakte pro Minute gehandelt. Analysten warnen: Die hohe Call-Konzentration erhöht das Risiko eines Gamma-Squeeze — also einer erzwungenen Aufwärtsspirale, die den Kurs bei einem ohnehin knappen Streubesitz von nur 4,2 Prozent weiter aufblähen könnte.

Elon Musk als erster Billionär der Geschichte

Während des Intraday-Handels kletterte die Bewertung kurzzeitig auf 2,94 Billionen Dollar. Das reichte, um Microsoft vorübergehend zu überholen. Musk hält zwischen 34 und 41 Prozent an SpaceX. Der Kursanstieg hat sein persönliches Vermögen erstmals über die Marke von einer Billion Dollar gehoben — ein Novum in der Finanzgeschichte.

KI-Wette für 60 Milliarden Dollar

Parallel zur Kursrally bestätigte SpaceX die Übernahme von Anysphere, dem Entwickler des KI-Coding-Assistenten Cursor. Der Deal ist ein reiner Aktientausch im Wert von 60 Milliarden Dollar. Der Abschluss ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

Cursor wird bereits von 64 Prozent der Fortune-500-Unternehmen genutzt. SpaceX will das Tool in seine Satelliten- und Softwareoperationen einbetten und dabei die eigene Recheninfrastruktur nutzen.

Bewertung trifft auf Verlust

Hier liegt das eigentliche Spannungsfeld. SpaceX erzielte 2025 einen Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar — und schrieb dabei 4,9 Milliarden Dollar Verlust. Amazon, das SpaceX gerade in der Marktkapitalisierung überholt hat, kam im selben Jahr auf 717 Milliarden Dollar Umsatz und 77 Milliarden Dollar Gewinn.

Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei rund 150. Einige institutionelle Analysten setzen Kursziele von 62 beziehungsweise 115 Dollar und sprechen offen von einer Bewertungsblase. Retailanleger sehen das anders: In den ersten zwei Handelstagen kauften sie SpaceX-Aktien im Wert von 225 Millionen Dollar — rund 75 Prozent des gesamten Einzelwert-Kaufvolumens am Markt.

Lock-up-Ende als nächste Bewährungsprobe

Im August 2026 läuft die Lock-up-Frist ab. Dann können Insider ihre Anteile verkaufen — was das Angebot schlagartig ausweiten und den Kurs unter Druck setzen könnte. Für das zweite Quartal 2026 erwarten Analysten einen Umsatz von rund 6,96 Milliarden Dollar. Profitabel wird SpaceX dabei nicht sein: Das Unternehmen investiert weiter massiv, unter anderem in ein geplantes Halbleiterwerk in Texas mit einem Volumen von 55 Milliarden Dollar.

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Dr. Robert Sasse

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Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

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