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S&P Global Aktie: Nachrichtenlage bilanziert

Die Einkaufsmanagerindizes von S&P Global zeigen für Januar eine stagnierende Eurozone, während Deutschland und Großbritannien unerwartet starke Impulse liefern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Eurozone verfehlt Wachstumsprognosen für Januar
  • Deutschland verzeichnet überraschenden Konjunkturaufschwung
  • Großbritannien erreicht höchsten Indexstand seit 21 Monaten
  • USA zeigen Anzeichen für verlangsamtes Wirtschaftswachstum

Die Einkaufsmanagerindizes von S&P Global für Januar zeichnen ein gemischtes Bild der globalen Konjunktur. Während die Eurozone insgesamt stagniert, zeigt ausgerechnet Deutschland Lebenszeichen. Doch reicht das, um die Erwartungen der Investoren zu erfüllen?

Eurozone verfehlt die Prognosen

Der S&P Global Sammelindex für die Eurozone verharrte im Januar bei 51,5 Punkten – ein ernüchterndes Ergebnis. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 51,9 Zähler gerechnet. Die Stimmung in den Unternehmen der Währungsunion bleibt damit zwar knapp über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, doch von einer dynamischen Erholung fehlt jede Spur. Die am Freitag veröffentlichte Erstschätzung aus London zeigt: Der erhoffte Aufschwung zu Jahresbeginn bleibt aus.

Besonders bemerkenswert ist die Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität. Die Märkte hatten auf eine spürbare Verbesserung gesetzt – diese Hoffnung wurde enttäuscht. Für S&P Global bedeutet das zunächst einmal, dass die Datenlage keine spektakulären Impulse liefert, die auf eine robuste Konjunkturbelebung hindeuten würden.

Deutschland stemmt sich gegen den Trend

Anders als die Gesamtzone überrascht Deutschland mit einem deutlichen Anstieg. Der S&P Global Sammelindex für die deutsche Privatwirtschaft kletterte im Januar auf 52,5 Punkte, nachdem er im Dezember noch bei 51,3 Zählern gelegen hatte. Damit beschleunigt sich der Aufschwung der größten Volkswirtschaft Europas spürbar – und fällt stärker aus als in den beiden Vormonaten.

Diese Entwicklung ist bemerkenswert, weil Deutschland lange als Bremsklotz der europäischen Konjunktur galt. Die Januar-Daten zeigen nun: Industrie und Dienstleister gewinnen gemeinsam an Fahrt. Für die S&P-Indizes bedeutet das eine höhere Volatilität zwischen den einzelnen Ländern – und damit auch interessantere Datenpunkte für Marktbeobachter.

USA und Großbritannien mit gemischten Signalen

Jenseits des Atlantiks präsentiert sich die Lage ambivalent. Der S&P Global Sammelindex für die USA stieg im Januar nur minimal auf 52,8 von 52,7 Punkten. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe erreichte 51,9 Zähler – leicht unter der Prognose von 52,1. Der Servicesektor verharrte unverändert bei 52,5 Punkten, Volkswirte hatten 53,0 erwartet.

Chefökonom Chris Williamson warnt: Die Umfrage deute auf ein annualisiertes BIP-Wachstum von nur 1,5 Prozent für Dezember und Januar hin. Eine besorgniserregend gedämpfte Wachstumsrate bei Neugeschäften verstärke die Anzeichen, dass das erste Quartal enttäuschend ausfallen könnte.

Großbritannien hingegen liefert ein Ausrufezeichen: Der S&P Global Composite Index schoss auf 53,9 Punkte – der höchste Stand seit 21 Monaten. Erwartet worden waren lediglich 51,5 Zähler. Der Dienstleistungssektor erreichte 54,3 Punkte, der höchste Wert seit April 2024. Das verarbeitende Gewerbe kletterte auf 51,6 Zähler, ein 17-Monats-Hoch.

Was bedeutet das für S&P Global?

Die divergierenden Konjunktursignale aus verschiedenen Wirtschaftsräumen unterstreichen die Bedeutung der S&P-Indizes als Frühindikator. Je stärker die regionalen Unterschiede, desto mehr Aufmerksamkeit erhalten die monatlichen Veröffentlichungen – und desto relevanter wird S&P Global als Datenanbieter für institutionelle Investoren und Zentralbanken.

Die Januar-Zahlen zeigen: Europa bleibt fragil, Deutschland überrascht positiv, die USA schwächeln leicht, und Großbritannien legt einen Sprint hin. Für das Analysehaus bedeutet das eine hohe Nachfrage nach detaillierten Branchen- und Länderdaten – ein Geschäftsfeld, das S&P Global mit seinen Einkaufsmanagerindizes dominiert.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.