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S&P 500: Zwischen Iran und Jobdaten

Der US-Leitindex schließt die Woche trotz geopolitischer Verwerfungen mit einem soliden Plus. Die Erholung bleibt jedoch fragil, da der Markt zwischen Iran-Konflikt und Zinserwartungen schwankt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Index trotz Iran-Konflikt mit Wochengewinn
  • Ölpreisschock belastet energieintensive Branchen
  • Markt hängt an geopolitischen Nachrichten
  • Arbeitsmarktdaten als nächster wichtiger Test

Die Wochenbilanz fällt überraschend solide aus — und das trotz eines nervösen Donnerstags, der zeitweise nach Rückfall aussah. Trumps Ankündigungen weiterer Militärschläge gegen den Iran innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen drückten den S&P 500 zwischenzeitlich um bis zu 1,5 Prozent ins Minus. Am Ende schloss der Index mit einem kleinen Plus von 0,11 Prozent bei 6.582,69 Punkten — fast unverändert, aber eben kein Verlust.

Ölpreis macht den Unterschied

Das eigentliche Problem ist weniger der Krieg selbst als seine wirtschaftlichen Nebenwirkungen. Der Ölpreis sprang nach Trumps Rede über Nacht um mehr als 9 Prozent — ein Schock für Branchen mit hohem Energiebedarf. Fluggesellschaften wie United, American und Southwest verloren zwischen 1,7 und über 4 Prozent. Halbleiterwerte wie Arm Holdings gaben ebenfalls deutlich nach, weil anhaltend hohe Energiepreise die Zinssenkungserwartungen der Fed unter Druck setzen. Und wo Zinssenkungen ausbleiben, leidet der wachstumsgetriebene Tech-Sektor besonders.

Für etwas Beruhigung sorgte eine Meldung, wonach Iran gemeinsam mit Oman ein Protokoll zur sicheren Schiffspassage durch die Straße von Hormuz ausarbeite. Das reichte, um die frühen Verluste fast vollständig zu drehen — ein Zeichen, wie sehr der Markt derzeit an jedem geopolitischen Nachrichtenfetzen hängt. Marktbeobachter werten die Situation klar: Ein nachhaltiger Aufwärtstrend scheint unrealistisch, solange greifbare Deeskalationssignale fehlen.

Nächster Test wartet schon

Trotz des holprigen Donnerstags verbucht der S&P 500 für die verkürzte Feiertagswoche ein Plus von 3,4 Prozent — die Erholung der Vortage wirkt also nach. Da die Börsen an Karfreitag geschlossen blieben, rückt nun der US-Arbeitsmarktbericht in den Mittelpunkt. Ein starker Wert würde die Erwartung stützen, dass die Fed die Zinsen länger hochhält. Ein schwacher Wert hingegen könnte neue Spekulationen über baldige Zinssenkungen befeuern — und dem S&P 500 weiteren Rückenwind verschaffen.

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