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Symbolbild, KI-generiert

S&P 500: Zinsangst trifft Ölpreis

Steigende Energiepreise treiben die US-Inflation, während der Leitindex am Freitag nur leicht nachgab.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • S&P 500 verlor 0,52 Prozent
  • Dow Jones sank um 1,23 Prozent
  • US-Inflation stieg auf 3,7 Prozent
  • Fed erhöhte Zinszielspanne im September

Der Ölpreis steigt über 100 Dollar, die Fed hat die Zinsen angehoben, und die Inflation zieht an. Trotzdem hält sich der US-Leitindex erstaunlich stabil. Am Freitag gab der S&P 500 um 0,52 Prozent auf 7.623,68 Punkte nach.

Dow unter Druck, KI-Werte stabilisieren sich

Der Ausverkauf an der Wall Street wechselte am Freitag die Seiten. Nach dem Tech-Rutsch vom Vortag fingen sich die KI-Werte. Der Nasdaq 100 trat bei 28.957,53 Punkten praktisch auf der Stelle. Dafür geriet der Dow Jones unter die Räder: Er verlor 1,23 Prozent auf 52.215,16 Punkte.

Energie treibt die Teuerung

Hinter dem Druck steht vor allem Energie. Die US-Verbraucherpreise stiegen im September um 3,7 Prozent zum Vorjahr, nach 3,4 Prozent im August. Der Benzinpreisindex legte binnen eines Monats um 9,1 Prozent zu und erklärt über die Hälfte des Anstiegs. Die Kernrate liegt dagegen bei 2,6 Prozent.

Die Fed hob am 16. September die Zielspanne um einen Viertelprozentpunkt auf 3,75 bis 4,00 Prozent an. Im Euroraum liegt die Inflation bei 3,8 Prozent, auch dort wirkt Energie als Treiber. Die nächsten Zinsentscheidungen stehen in der kommenden Woche an.

Hedgefonds-Manager Paul Tudor Jones setzt derweil auf weiter steigende Preise. Er rechnet mit einem Plus von 20 bis 25 Dollar je Barrel, getrieben vom Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Das würde die Preise über das bisherige Schlusshoch von knapp 113 Dollar heben. Für Aktien wäre das nach seiner Einschätzung Gift.

Zinsen allein sind kein Todesurteil

Die Historie relativiert die Sorgen. Nach dem ersten Zinsschritt eines Zyklus legte der S&P 500 im ersten Jahr im Mittel gut vier Prozent zu. In langsamen Straffungsphasen waren es sogar knapp elf Prozent. Schnelle Zyklen endeten im Schnitt dagegen mit einem Minus von etwa vier Prozent.

Entscheidend sind also Tempo und Gewinnwachstum. Auch der Kriegsbeginn Ende Februar belastete weniger als befürchtet: Der Index fiel bis Ende März nur um gut sieben Prozent. Der Chicago-Fed-Index zeigt zudem weiterhin vergleichsweise lockere Finanzierungsbedingungen, von einer Kreditklemme ist wenig zu sehen.

Die Fed-Entscheidung und die EZB-Sitzung in der kommenden Woche liefern den nächsten Test. Die Finanzmärkte erwarten von der EZB Ende Oktober eine Pause und im Dezember eine weitere Anhebung. Bleibt der Ölpreis über 100 Dollar, dürfte der Druck auf beide Notenbanken wachsen.

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Diskussion zu S&P 500

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.