Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » S&P 500: Wall Street setzt auf Trumps Einlenken
Symbolbild, KI-generiert

S&P 500: Wall Street setzt auf Trumps Einlenken

Ein quantitatives Modell berechnet den Marktdruck, der Trump zum Einlenken im Iran-Konflikt bewegen könnte. Der S&P 500 und Big Tech rücken in den Fokus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • TACO-Modell analysiert Trumps Schmerzgrenze
  • Vier Indikatoren messen den Marktdruck
  • Kipppunkt zwischen 22. und 30. Juli erwartet
  • Big-Tech-Quartalszahlen als Impulsgeber

Ein Kürzel, das ursprünglich als Spott gemeint war, hat es an der Wall Street inzwischen zu einem handfesten Analysemodell gebracht. TACO steht für „Trump always chickens out“ – die Wette, dass der US-Präsident unter genügend Marktdruck seine harte Iran-Linie doch noch aufgibt. Analysten von Signum Global Advisors haben aus dieser Idee ein quantitatives Modell gebaut, das genau berechnen soll, wann dieser Punkt erreicht ist.

Vier Messwerte für Trumps Schmerzgrenze

Das Modell stützt sich auf vier Indikatoren, auf die Trump laut den Analysten besonders empfindlich reagieren soll: den Brent-Ölpreis, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen, den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus und den S&P 500. Als Referenzpunkt diente der 7. März, kurz nach den ersten US-Angriffen auf den Iran, abgeglichen mit Trumps früheren Kurswechseln in dem Konflikt.

Die Analysten kommen auf eine Belastungsschwelle von 2,3 bis 3,4 Standardabweichungen, im Schnitt 2,9. Übertragen auf die aktuelle Lage heißt das: Der Punkt ist noch nicht erreicht, aber die Distanz schrumpft.

Eine lineare Fortschreibung der Daten legt nahe, dass der Kipppunkt frühestens am 22. Juli und spätestens am 30. Juli eintreten könnte. Die Vergangenheit macht laut den Analysten den 26. Juli zum wahrscheinlichsten Termin.

Öl zieht an, Aktienfutures zögern

Der Markt liefert derzeit den passenden Druck dafür. Öl-Futures erreichten zuletzt ein Sechs-Wochen-Hoch, während US-Aktienfutures schwächer tendierten. Die Straße von Hormus bleibt durch den Konflikt belastet – steigende Energiepreise und gestörter Schiffsverkehr erhöhen den politischen Druck auf Washington zusätzlich.

Big Tech soll den Ausbruch liefern

Für den S&P 500 selbst dürfte diese Woche aber weniger der Nahost-Konflikt als die Berichtssaison von Big Tech den Ausschlag geben. Nach einer wochenlangen Seitwärtsphase hoffen Anleger auf den Impuls, der den Index endlich aus seiner Bandbreite treibt.

Zuletzt zeigte sich der Markt bereits aufnahmebereit: Am Dienstag schloss der S&P 500 mit einem Plus von 0,89 Prozent bei 7.509,20 Punkten, getragen von einer breiten Rally bei Technologiewerten. Ob diese Dynamik trägt, dürfte sich an den kommenden Quartalsberichten der großen Technologiekonzerne entscheiden.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor kam am Dienstagabend hinzu: Trump kündigte per Truth-Social-Post einen hundertprozentigen Einfuhrzoll auf generische Arzneimittel ab 2028 an, der später auf 200 Prozent steigen soll. Unternehmen, die Produktionsanlagen in den USA errichten, sollen davon ausgenommen werden – ein weiterer Baustein in der Handelspolitik, der die Nervosität an den Märkten in den kommenden Tagen mitprägen dürfte.

Anzeige

Stand heute, 6. November: S&P 500 – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in S&P 500 investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 6. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

S&P 500: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu S&P 500

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/