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S&P 500: UBS hebt Ziel auf 8.100 Punkte

Der S&P 500 gewinnt 0,3 Prozent und reduziert Wochenverluste. Starke Dienstleistungsdaten und mögliche Iran-Entspannung treiben die Erholung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Index gewinnt 0,3 Prozent
  • Dienstleistungssektor wächst stark
  • Anleiherenditen erreichen Höchststand
  • UBS erhöht S&P-500-Kursziel

Der S&P 500 beendete den gestrigen Handelstag mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 7.674,37 Punkten und konnte damit einen Teil der vorangegangenen Wochenverluste wettmachen. Trotz der Erholung zum Wochenschluss bleibt die Bilanz der letzten sieben Tage mit einem Minus von 1,4 Prozent negativ. Marktteilnehmer schwankten zuletzt zwischen robusten US-Wirtschaftsdaten und der Sorge vor weiter steigenden Renditen am Anleihemarkt.

Starke Konjunkturdaten treffen auf Entspannungssignale

Die Stimmung an der New Yorker Börse hellte sich gestern auf, als Berichte über ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran die Runde machten. Medienberichten zufolge könnte ein Memorandum of Understanding die geopolitischen Spannungen in der Region mildern.

Die Analysten von Citadel Securities wiesen darauf hin, dass viele Anleger das Potenzial für eine breite Markterholung unterschätzen könnten, sollte die Straße von Hormus wieder vollständig für den Schiffsverkehr geöffnet werden. In einem solchen Szenario prognostiziert das Haus einen möglichen Zuwachs für den S&P 500 von etwa 1,7 Prozent.

Zusätzliche Stütze kam von der US-Binnenkonjunktur. Der S&P Global Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor kletterte im August auf 56,8 Punkte und signalisierte damit das stärkste Wachstum seit rund zwei Jahren.

Während die Industrie mit einem Wert von 53,2 Punkten leicht hinter den Erwartungen zurückblieb, unterstrich der Dienstleistungsbereich die Widerstandsfähigkeit der größten Volkswirtschaft der Welt.

Parallel dazu kündigte US-Finanzminister Scott Bessent an, die Kapazitäten für Anleiherückkäufe auf mindestens 4 Milliarden Dollar pro Operation zu verdoppeln, um die Volatilität am Rentenmarkt zu dämpfen.

Anleihemarkt und Staatsverschuldung bleiben Risikofaktoren

Trotz dieser Maßnahmen bleibt die Lage am Zinsmarkt angespannt. Die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen erreichte am Freitag zeitweise 5,27 Prozent und damit Niveaus, die seit dem Jahr 2007 nicht mehr erreicht wurden.

Die Sorge um die US-Staatsverschuldung, die mittlerweile die historische Marke von 40 Billionen Dollar überschritten hat, lastet weiterhin auf den Aktienbewertungen. Bereits vor rund zwei Wochen hatte die Nachricht über einen schrumpfenden US-Arbeitsmarkt für Verunsicherung gesorgt, was den Index in der Folgezeit unter Druck setzte.

Zusätzlich sorgte eine Sektor-Rotation für Bewegung im Markt. Während defensive Bereiche wie Basiskonsumgüter und Energie zuletzt zulegen konnten, kühlte das Momentum im Technologiesektor etwas ab.

Der gestrige Kursanstieg wurde jedoch von einer breiten Basis getragen, wobei insbesondere Finanzwerte von den soliden Wirtschaftsdaten profitierten. Einzelhandelswerte wie Walmart zeigten sich nach schwachen Ausblicken in den Vortagen stabilisiert, was den Index am Freitag zusätzlich stützte.

Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial bis Jahresende

Trotz der kurzfristigen Schwankungen blicken einige Experten optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf. Die Analysten der UBS hoben ihr Kursziel für den S&P 500 auf 8.100 Punkte an.

Der Index notiert mit seinem aktuellen Stand rund 1,8 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch, das erst am 13. August markiert wurde. Seit Jahresbeginn konnte der Leitindex bereits um 12 Prozent zulegen, was die grundsätzliche Stärke des laufenden Börsenjahres unterstreicht.

In der kommenden Woche richten sich die Augen der Anleger auf den 26. August, wenn der Chiphersteller Nvidia seine neuesten Quartalszahlen vorlegt. Angesichts der hohen Gewichtung von Technologieaktien, die zusammen mit Finanz- und Industrieunternehmen fast zwei Drittel des Indexgewichts ausmachen, gilt dieser Termin als entscheidender Impulsgeber.

Aktuelle Daten der CFTC zur Positionierung am Terminmarkt mahnen jedoch zur Vorsicht: Leveraged Funds sind zuletzt in den Short-Bereich gedreht, was auf ein gestiegenes Absicherungsbedürfnis professioneller Spekulanten hindeutet.

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Diskussion zu S&P 500

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.