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S&P 500: Tech drückt, Dow trotzt

Schwache Halbleiterwerte drücken den S&P 500, während der Dow Jones von defensiven Titeln profitiert. Die Berichtssaison offenbart gemischte Signale.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • S&P 500 gibt 0,51 Prozent nach
  • Halbleiteraktien belasten den Nasdaq
  • Dow Jones bleibt nahezu stabil
  • Gemischte Quartalszahlen verunsichern Anleger

Ein index, zwei Geschichten: Während der marktbreite S&P 500 am Donnerstag um 0,51 Prozent auf 7.533,77 Punkte nachgab, blieb der Dow Jones mit minus 0,20 Prozent fast stabil. Der Grund liegt in der Zusammensetzung — und genau das erklärt, warum die aktuelle Berichtssaison den Markt so uneinheitlich bewegt.

Halbleiter als Bremsklotz

Der Nasdaq 100 verlor deutlich mehr als der S&P 500, ein Minus von 1,62 Prozent auf 29.025,77 Punkte. Computerhardware- und Halbleiterwerte zählten zu den schwächsten Sektoren des Tages. Der Dow Jones profitierte dagegen von seiner geringeren Chip-Gewichtung und kletterte zeitweise auf rund 52.800 Punkte — getragen unter anderem von UnitedHealth, das nach einem überraschend guten zweiten Quartal um mehr als sechs Prozent zulegte.

Die Zurückhaltung im breiten Markt hat einen klaren Auslöser: Anleger fragen sich, ob die Unternehmensgewinne der Technologiebranche die jüngste Euphorie um Künstliche Intelligenz überhaupt rechtfertigen. Mehr als 87 Prozent der bislang berichtenden Unternehmen haben die Erwartungen übertroffen — trotzdem reicht das offenbar nicht, um Zweifel an den hohen Bewertungen zu zerstreuen.

Einzelwerte zwischen Kurssprung und Enttäuschung

Die Bilanzsaison lieferte ein gemischtes Bild. Abbott Laboratories sprang nach einer angehobenen Gewinnprognose für 2026 um 10,7 Prozent, während United Airlines nach einem enttäuschenden bereinigten Ausblick 1,8 Prozent verlor. GE Aerospace erhöhte zwar seine Gewinnprognose, rutschte aber trotzdem um 4,1 Prozent ab — Analysten hatten sich offenbar ambitioniertere Ziele erhofft. Auch die in New York gehandelten TSMC-Papiere gaben nach, obwohl der Auftragsfertiger Investitionsziel und Umsatzprognose anhob; die Aktie war im Zuge des KI-Booms bereits stark gelaufen.

Hinzu kommt geopolitische Unsicherheit: Das US-Militär griff nach eigenen Angaben bereits den sechsten Tag in Folge Ziele im Iran an, was die Nervosität an den Märkten zusätzlich befeuerte.

Der Ausblick auf Freitag bleibt angespannt. In den frühen Handelsstunden weiteten sich die Verluste aus, der S&P 500 notierte rund ein Prozent im Minus. Die kommenden Tage der Berichtssaison — mit weiteren Zahlen aus dem Technologiesektor — dürften zeigen, ob sich die Skepsis gegenüber den KI-Bewertungen weiter verschärft oder ob starke Einzelausweise wie bei Abbott den Gesamtmarkt wieder stabilisieren können.

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Diskussion zu S&P 500

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.

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