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Symbolbild, KI-generiert

S&P 500: Starkes Comeback

Der US-Leitindex beendet einen schwachen März mit einem starken Tagesgewinn, bleibt aber mit deutlichen Monatsverlusten und strukturellen Risiken konfrontiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starker Tagesgewinn nach Hoffnung auf Kriegsende
  • Größter monatlicher Verlust seit fast vier Jahren
  • Tech-Werte führen Erholung nach vorherigem Druck an
  • Anhaltende Risiken durch Lage an der Straße von Hormuz

Ein tiefroter Monat endet mit einem kräftigen Aufbäumen. Trumps Signale über ein baldiges Ende des Iran-Krieges haben an der Wall Street zum Monatsabschluss eine deutliche Erholungsrally ausgelöst — und die Stimmung unter Anlegern schlagartig gedreht.

März-Wunden trotz Schluss-Rally tief

Der S&P 500 legte am Dienstag um rund 2,9 Prozent auf 6.528 Punkte zu. Tech-Werte führten die Bewegung an, nachdem sie im Verlauf des Monats besonders stark unter Druck geraten waren. Zweifel am langfristigen KI-Boom sowie gedämpfte Chip-Nachfrage hatten den Sektor belastet.

Der freundliche Ausklang täuscht allerdings nicht über die schwache Gesamtbilanz hinweg. Der März kostete den S&P 500 rund 7 Prozent — der härteste Monatsverlust seit fast vier Jahren. Verantwortlich war vor allem das US-israelische Militärvorgehen gegen Iran, das Öl- und Inflationssorgen neu entfacht hatte.

Hormuz bleibt das offene Kapitel

Trump erklärte am Dienstag, das US-Militär werde den Iran in zwei bis drei Wochen verlassen. Sein Ziel — die Verhinderung iranischer Atomwaffen — sieht er als erreicht an. Auch beim Ölpreis erwartet er eine Entlastung, sobald die Kampfhandlungen enden.

Offen bleibt die Lage rund um die Straße von Hormuz, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Ölangebots fließt. Iran hat die Wasserstraße de facto blockiert, und Teheran spielte zuletzt mit dem Gedanken eines Mautsystems für Schiffe, die passieren wollen — was die Energiepreise strukturell erhöht halten könnte. Trump deutete an, er sei bereit, den Krieg auch ohne eine vollständige Wiedereröffnung zu beenden.

Für den S&P 500 ist das kein Freifahrtschein. Bereits im Vorfeld der Rally hatte Wells Fargo seine Jahresprognose für den Index von 7.800 auf 7.300 Punkte gesenkt. Auch am Arbeitsmarkt zeigen sich Risse: Die Zahl offener Stellen fiel im Februar auf 6,88 Millionen, die Einstellungsquote sank auf den niedrigsten Stand seit April 2020.

Das Momentum am Dienstag war real — die strukturellen Belastungen sind es aber auch.

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