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Symbolbild, KI-generiert

S&P 500: Heißere Kerndaten drücken Tech

Die Kerninflation übertraf im September die Prognose; besonders Chip- und Hardwarewerte gaben nach.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • S&P 500 schloss 1,1 Prozent tiefer
  • Kernrate lag über der Prognose
  • Computerhardware-Index verlor 6,3 Prozent
  • ASML-Aktie sank trotz starker Ergebnisse

Ein Inflationsbericht, der auf den ersten Blick im Plan lag, hat die Wall Street gestern auf dem falschen Fuß erwischt. Der S&P 500 verlor 1,1 Prozent und schloss bei 7.718,94 Punkten. Der Nasdaq traf es mit 1,9 Prozent deutlich härter, der Dow gab nur um 0,1 Prozent nach.

Kernpreise überraschen nach oben

Die Verbraucherpreise stiegen im September um 0,6 Prozent zum Vormonat. Die Jahresrate kletterte auf 3,7 Prozent, beides wie erwartet. Die Kernrate ohne Nahrung und Energie lag mit 0,3 Prozent allerdings über der Prognose von 0,2 Prozent. Auf Jahressicht beschleunigte sie sich auf 2,6 Prozent.

Damit rücken die Zinsen wieder in den Mittelpunkt, noch vor der nächsten Fed-Sitzung später im Monat. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen sprang zunächst auf 5,329 Prozent, fiel aber im Tagesverlauf auf 5,185 Prozent zurück. Kurioserweise drehten die Renditen also trotz der heißen Daten, während die Ölpreise weiter stiegen.

Öl und Chipwerte belasten

Zusätzlich drückte der Ölpreis. Die Internationale Energieagentur warnte, dass Angriffe auf Energieinfrastruktur und Tankerverkehr im Nahen Osten die Erholung des Angebots gefährden. US-Rohöl der Sorte WTI verteuerte sich um 1,3 Prozent auf 95,34 Dollar je Barrel.

Die Sektoren spiegelten das deutlich. Der Index für Computerhardware brach um 6,3 Prozent ein, Fluggesellschaften verloren 5,1 Prozent. Auch Gold-, Halbleiter- und Netzwerkwerte gaben spürbar nach. Pharma- und Gesundheitswerte stemmten sich dagegen.

Gute Zahlen halfen nicht. Morgan Stanley lieferte ein solides Quartal, die Aktie fiel dennoch um knapp 3 Prozent. ASML meldete starke Ergebnisse und wachsende Nachfrage, drehte aber früh im Handel ins Minus und schloss 4 Prozent tiefer, im Sog einer breiten Chipschwäche.

Der Blick nach vorn

TV-Kommentator Jim Cramer rät trotz der Unsicherheit durch Inflation, Zinsen und den Iran-Krieg vom Ausstieg ab. Er verweist auf Berechnungen von JPMorgan: Wer zwischen 2005 und 2024 die zehn besten Handelstage verpasste, kam am Ende auf weniger als die Hälfte des Vermögens eines durchgehend Investierten.

Asien dürfte der Wall Street folgen. Der Nikkei steht nach fünf Verlusttagen in Folge knapp unter 67.750 Punkten und deutet auf einen weiteren schwachen Start hin. Die Fed-Sitzung später im Oktober entscheidet, ob die heißere Kernrate die Zinssorgen weiter nährt.

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Diskussion zu S&P 500

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.