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Symbolbild, KI-generiert

S&P 500: Anleihemarkt zieht die Zügel an

Steigende Inflationserwartungen schüren Zinssorgen, während der S&P 500 am Freitag um 0,2 Prozent zulegt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zehnjährige US-Rendite bei 5,220 Prozent
  • Höchster Renditestand seit Juni 2007
  • Computerhardware gewinnt 2,4 Prozent
  • Dow Jones steuert auf Wochenminus zu

Der S&P 500 klettert am Freitag leicht auf 7.716 Punkte, ein Plus von 0,2 Prozent. Unter der ruhigen Oberfläche brodelt es allerdings gewaltig — die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe markiert mit 5,220 Prozent den höchsten Stand seit Juni 2007.

Der Handelstag zeigt ein zerrissenes Bild. Frühe Kursgewinne verpuffen im Tagesverlauf, die großen Indizes pendeln immer wieder um die Nulllinie. Auslöser der anfänglichen Stärke war ein deutlicher Rücksetzer beim Ölpreis, der nach zwei starken Handelstagen zeitweise um 2,7 Prozent nachgab.

Grund dafür sind Berichte, wonach der Iran den USA einen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts unterbreitet haben soll — inklusive einer möglichen Wiederöffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen. Die Erleichterung an den Ölmärkten hält jedoch nicht lange an, der Preis erholt sich im Tagesverlauf wieder deutlich von seinen Tiefstständen.

Zinssorgen überschatten Nahost-Hoffnung

Die eigentliche Bremse für die Aktienmärkte kommt vom Anleihemarkt. Ein Bericht der University of Michigan zeigt einen kräftigen Anstieg der Inflationserwartungen für die kommenden zwölf Monate — Stoff, der die Zinssorgen neu befeuert. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung der Federal Reserve im Oktober liegt laut CME-Group-Daten inzwischen bei 66,4 Prozent.

Auf Sektorebene zeigt sich ein gespaltenes Bild. Computerhardware-Werte springen um 2,4 Prozent, Airlines gewinnen 1,6 Prozent, während Energiewerte unter dem nachgebenden Ölpreis leiden. International bleibt das Bild ebenso uneinheitlich: Der Nikkei legt um 1,3 Prozent zu, der Hang Seng verliert ein Prozent, und in Europa hält sich der DAX mit 0,4 Prozent knapp im Plus, während FTSE und CAC kaum von der Stelle kommen.

Für den Dow Jones deutet sich nach dem jüngsten Tief seit Juni ein Wochenverlust von rund 0,4 Prozent an. Sollte der Anstieg der Anleiherenditen anhalten, dürfte das die Bewertungsdiskussion am US-Aktienmarkt in den kommenden Wochen weiter befeuern — insbesondere für die zinssensiblen Wachstumswerte im S&P 500.

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