Der US-Energieriese Southern Company steckt in der Abwärtsspirale – und die Gründe sind so vielfältig wie besorgniserregend. Während die Aktie auf Jahrestiefs dümpelt, stellen sich Anleger die bange Frage: Ist das nur eine vorübergehende Schwächephase oder der Beginn eines nachhaltigen Abschwungs?
Regulierungs-Hammer trifft ins Mark
Das größte Damoklesschwert schwingt aktuell die Aufsichtsbehörde in Illinois. Die zuständige Kommission genehmigte Southerns Tochter Nicor nur 53 Prozent der beantragten Tariferhöhung – ein herber Schlag für die Gewinnaussichten. Ab 2026 droht dadurch ein jährlicher Gewinnrückgang von etwa 2 Cent je Aktie. In der hochregulierten Versorgerbranche zeigt sich einmal mehr: Ohne staatliche Segnung läuft nichts.
Analysten ziehen Notbremse
Die Investmenthäuser reagieren prompt auf die düstere Lage. Morgan Stanley senkte erst am Donnerstag das Kursziel von 99 auf 97 Dollar, Barclays korrigierte sogar von 98 auf 91 Dollar nach unten. Beide behalten zwar ihre „Equal Weight“-Einstufung bei, doch die Botschaft ist klar: Vorsicht ist geboten. Von 44 Analysten sprechen nur 11 eine Kaufempfehlung aus, während 32 zum Halten und einer sogar zum Verkauf raten.
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Bewertung sorgt für Kopfzerbrechen
Die Kennzahlen lesen sich wie eine Warnliste für Value-Investoren: Das KGV von 22,02 liegt deutlich über dem historischen Median von 20,65. Preis-Umsatz- und Preis-Buchwert-Verhältnis nähern sich ihren 10-Jahres-Höchstständen. Dazu kommt eine beunruhigende Verschuldung mit einem Debt-to-Equity-Ratio von 2,11 – die Bilanz zeigt klare Leverage-Risiken.
Lichtblick im Datacenter-Boom
Trotz aller Widrigkeiten glimmt noch Hoffnung. Im regulierten Geschäft verzeichnet Southern weiterhin robustes Wachstum: Die wetterbereinigten Einzelhandelsumsätze stiegen im dritten Quartal um 2,6 Prozent, angetrieben von einem beeindruckenden 17-Prozent-Zuwachs im Datacenter-Bereich. Mit neu unterzeichneten Verträgen über 2 Gigawatt und einem 76-Milliarden-Dollar-Investitionsplan bis 2028 hat das Unternehmen durchaus Trumpfkarten in der Hand.
Steht Southern Company vor der Trendwende oder geht der Abwärtstrend erst richtig los? Die Mischung aus regulatorischen Kopfschmerzen und hoher Bewertung spricht eine klare Sprache – doch der fundamentale Wachstumstreiber Datacenter könnte den Bären noch eine Überraschung bereiten.
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