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Solana: Strukturwandel unter Druck

Solana durchläuft einen Strukturwandel von Memecoins zu institutioneller Infrastruktur, während ETF-Abflüsse und ein technisches Großupgrade die Zukunft prägen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • ETF-Produkte verzeichnen kurzfristige Nettoabflüsse
  • Institutionelle Investoren halten langfristig an Solana fest
  • Alpenglow-Upgrade soll Transaktionsfinalisierung drastisch beschleunigen
  • Wachstum bei Real-World-Assets und Stablecoin-Volumen

Solana steckt in einem schwierigen Jahr. Seit Jahresbeginn hat SOL rund 32 Prozent an Wert verloren – und das in einem Marktumfeld, das risikoreiche Assets generell bestraft. Doch hinter den schwachen Kursdaten vollzieht sich ein Wandel, der langfristig entscheidend sein könnte.

ETF-Abflüsse und institutionelles Bekenntnis

Die Spot-ETFs auf Solana verzeichneten am 10. März Nettoabflüsse von 2,48 Millionen US-Dollar – während Bitcoin-ETFs am selben Tag Zuflüsse verbuchten. Auch die Vorwoche war von Rückgaben geprägt: Zwei aufeinanderfolgende Tage mit Abflüssen von 5,23 und 8,23 Millionen Dollar drückten die wöchentliche Nettobilanz auf magere 24 Millionen Dollar.

Das institutionelle Bild ist dennoch differenzierter. Seit dem ETF-Launch im Juli 2025 haben bekannte Investoren laut 13F-Daten, ausgewertet von Bloomberg-Intelligence-Analyst James Seyffart, insgesamt 540,4 Millionen Dollar in Solana-ETF-Produkte investiert – trotz eines Kursrückgangs von rund 57 Prozent im gleichen Zeitraum. Unter den größten Haltern finden sich Goldman Sachs, Morgan Stanley, Electric Capital und Multicoin Capital.

Seyffart schließt dabei einfache Arbitrage als Motiv aus: Der Basis-Spread auf Solana sei 2026 extrem niedrig gewesen. Die Käufe spiegeln demnach echtes Interesse am Underlying wider – entweder als langfristige Überzeugung oder als gezieltes Nachkaufen in der Schwäche.

Derivate und On-Chain-Daten

Im Derivatemarkt kam es zuletzt zu einer Bereinigung. Rund 15,5 Millionen Dollar an Long-Positionen wurden zwangsweise liquidiert, hauptsächlich im Preisbereich zwischen 80 und 83 Dollar. Das offene Interesse stieg danach wieder leicht auf 5,01 Milliarden Dollar, und die Funding Rate erholte sich von stark negativen Werten – ein Zeichen, dass der Verkaufsdruck bei gehebelten Positionen nachlässt.

Auf der Netzwerkebene zeigt sich ein klarer Trendbruch. Das wöchentliche DEX-Volumen auf Solana brach zwischen Anfang und Ende Februar um 62 Prozent ein – von 118,2 auf 44,5 Milliarden Dollar. Der Rückgang geht vor allem auf das Ende des Memecoin-Booms zurück. Pump.fun und Meteora, zwei der größten Treiber des Volumens, verloren massiv an Aktivität.

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Gleichzeitig wächst Solana in stabileren Segmenten. Bei tokenisierten Real-World-Assets übertrifft Solana Ethereum erstmals bei der Wallet-Anzahl – 154.942 gegenüber 153.592. Der Stablecoin-Umsatz auf Solana liegt laut Quellangaben zwei- bis dreimal höher als auf Ethereum. Und bei neuen Entwicklerzugängen belegte Solana 2025 den zweiten Platz hinter Ethereum, mit über 11.500 neu hinzugekommenen Entwicklern.

Alpenglow als technischer Wendepunkt

Das wichtigste technische Ereignis für Solana in diesem Jahr ist das geplante Alpenglow-Upgrade, das für das dritte Quartal 2026 auf dem Mainnet erwartet wird. Es ist die bislang größte Überarbeitung der Kernarchitektur: Die Transaktionsfinalisierung soll von rund 12 Sekunden auf etwa 150 Millisekunden sinken, die Blockkapazität um 25 Prozent steigen. Validator-Abstimmungen werden dabei teilweise aus der Chain verlagert.

Jito-Labs-CEO Lucas Bruder beschreibt das Upgrade nicht als inkrementelle Verbesserung, sondern als Grundlage für Solanas Rolle als Infrastrukturschicht einer „dezentralisierten Nasdaq“. Ergänzend dazu soll der Firedancer-Client folgen, der in Tests eine Million Transaktionen pro Sekunde verarbeitete.

Standard Chartered hat sein Kursziel für SOL 2026 von 310 auf 250 Dollar gesenkt, sieht das Netzwerk aber an einem Wendepunkt: weg vom Memecoin-Image, hin zu institutionell relevanter Finanzinfrastruktur.

Ob diese Neuausrichtung am Markt ankommt, wird sich spätestens mit den ersten konkreten Meilensteinen zum Alpenglow-Rollout und der weiteren Entwicklung der ETF-Flows in den kommenden Wochen zeigen.

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